Dresden spielt!

LARP => Thorlandlarp und Drachenkeller => Thema gestartet von: Kjala am Februar 18, 2013, 16:57:08 Nachmittag

Titel: "Aus der Tiefe des Waldes" (Thorland 2) - Feedback
Beitrag von: Kjala am Februar 18, 2013, 16:57:08 Nachmittag
Moinsen,

die Eindrücke für mich auf dem Larp waren sehr bunt gemischt. Ich hatte ein paar wirklich schöne Szenen mit verschiedensten Spielern. Auf der anderen Seite machten manchmal widersprüchliche SL-Aussagen und zeitraubende Koordinationsgespräche zwischen NSCs und SL während des Spiels für mich das ganze Geschehen gefühlt bisweilen recht chaotisch.

Briefing im Vorfeld: Ich fühlte mich im Großen und Ganzen ausreichend gebrieft, als es intime ging. Allerdings verwirrte es mich dann doch auf dem Con immer wieder mal, dass andere Charaktere z.T. komplett andere Infos zur gleichen Sache bekommen hatten. Hier wäre eine Abgleichung der Briefings im Vorfeld bzw. eine bessere Absprache innerhalb der SL vielleicht hilfreich gewesen, um Missverständnisse im Spiel selber zu vermeiden.
Location: Sehr schick! Die begeistert zuschauenden Touris störten mich selber eher weniger. Traktoren und Mähdrescher sind da viel aufdringlicher. Auch der schöne verschneite Wald bot eine wunderbare Umgebung für das Setting.
Küche: Sie kann an dieser Stelle nicht genug gelobt werden! Danke für die Arbeit, die ihr dafür auf euch genommen habt. :)
Erreichbarkeit der SL: Beim Aufbruch zur Jagd selber habe ich sie ein wenig vermisst. Gerade die Tatsache, dass ich IT-logisch die Gegend wie meine Westentasche hätte kennen müssen, aber OT nicht einmal wusste, in welche Richtung wir zur Jagd aufbrechen mussten, war ein Bisschen frustrierend für mich. (OT beruhigend, dass auch die meisten anderen Spieler keinen Plan mehr hatten, aus welcher Richtung wir am Abend zuvor angereist waren. *g*) Hier wäre eine SL toll gewesen, die mich in die richtige Himmelsrichtung losgeschickt hätte. Für alles weitere hätten wir dann ja die Karte gehabt.
Ebenfalls etwas unglücklich für mich bei der Koordination der Jagd war, dass die Orga zentrale NSCs (vor allem den Jagdmeister) ohne Ankündigung beim Aufbruch zur Jagd plötzlich rausgezogen hatte aus dem Spiel, um noch irgendwas mit ihnen zu besprechen. Ich fand es auch so schon schwierig genug, alle Jagdteilnehmer zusammenzuhalten. Hier hätte ich mir einen Hinweis von der SL gewünscht wie „Wir brauchen hier noch mindestens eine halbe Stunde, bevor es für euch losgehen kann.“ Dann hätte ich die Leute ins Warme geschickt, statt sie draußen in Vollmontur unbestimmte Zeit frierend warten zu lassen, nur weil ich davon ausgehe, dass es jederzeit losgehen müsse.
Plot: wirkte phasenweise etwas unausgegoren, gerade im Kontext der Jagd. So wie ich das im Nachfeld mitbekommen habe, war da aber wohl auch deutlich mehr geplant. - Und das, was ich noch andeutungsweise mitbekommen habe am Sonntag, klang auch tatsächlich sehr spannend! Schade, dass diese Plotstränge nicht zustande gekommen sind.
Positiv am Plot fand ich, dass der Ruf des Druiden sich im Laufe des Larps vom klassisch Bösen wegentwickelte und ein wenig differenzierter wurde.
Jagd: Hier hatte ich etwas mehr erwartet, da es ja eigentlich der Hauptanlass des ganzen Cons war und tatsächlich etwas, auf das ich mich schon sehr gefreut habe (IT wie OT). Dass wir schon gleich - noch auf dem Weg zum Startpunkt der Jäger - über die Überreste des Knappen stolperten, fand ich OT sehr ungünstig. Ich kann verstehen, dass es das logistisch Einfachste war, um uns ganz gewiss auf die Leiche stoßen zu lassen. Dennoch hätte ich es dramaturgisch sehr viel schöner gefunden, wenn wir erst tatsächlich ein wenig gejagt hätten und dann deutlich später in der aufgefächerten Formation irgendwann über die menschlichen Überreste gestolpert wären. Auch wäre die Begegnung mit dem Untier selber wohl spannender gewesen, wenn das Wesen erst uns angegriffen hätte, wir uns eine Weile einen aussichtslosen Kampf mit dem Viech geliefert hätten und erst dann der Druide mit seinen Leuten aufgetaucht wäre, um das Wesen überlegen in die Ewigen Jagdgründe zu schicken.

Highlights:
o   Das höfische Spiel, vor allem am Samstagabend. Meine edlen Herren, ihr ward wirklich großartig! Den Eifer und die Kreativität, die ihr beim „Wasserreichen“ und der Minne an den Tag gelegt habt, werde ich so schnell nicht vergessen. :)
o   Badezuber: eine sehr schöne Einrichtung! So etwas sollte es öfter geben.

Danke an:
o   meine Zofe, Mirja. Sie hat mich stets mit heißem Tee, Haarnadeln und trockenen Kleidern versorgt.
o   die Siegelbewahrerin, Junivera von Weißenfels, und die junge Hofpriesterin, Riona Wallenstein. Es war immer sehr beruhigend, euch in der Nähe zu wissen und über euch Informationen und Meinungen einholen zu können.
o   Hochwürden Ruthor vom Langenstein, mein alter Mentor. So wunderbar stockernst, autoritätsgewohnt und nie darum verlegen, seine Meinung kund zu tun. Ich wusste nie genau, ob ich dich nun für deine souveräne, ehrliche Art bewundern oder für deine radikal undiplomatischen Äußerungen verachten soll. Sehr schön! ;)
o   meine Leibgarde, die immer sehr engagiert dabei war.
o   den Herold, der einfach großartige Arbeit geleistet hat und durch seinen unermütlichen, kompetenten Einsatz das Darstellen eines höfischen Protokolls erst möglich gemacht hat.
o   Michael, für die gemeinsame und kurzweilige Anfahrt per Auto.

Liebe Grüße,
Vivienne (Moirinia Tennak, Tochter des Freiherrn)

Titel: Re:"Aus der Tiefe des Waldes" (Thorland 2) - Feedback
Beitrag von: Schwankus am Februar 19, 2013, 13:25:03 Nachmittag
Hallo,

dann will ich mich mal anschließen:

Briefing im Vorfeld: war bei mir eher knapp bis gar nicht, war aber Spieler. Es hätte mir sehr geholfen wenn mir OT mal jemand gesagt hätte, dass dies das Gelände war in dem mein Charakter mit einigen anderen nun schon 3 mal herumgereist war, und welches ich bislang auf Basis der drei Minicons an jenem Orte als jenseits von Nordheide im Thorland verortet hatte... Auch war mir nicht klar ob ich nun einfach mit dem Stadthalter von Dubi gereist bin weil sich das so anbietet, oder selbst ebenfalls geladen war. Letzteres schloß ich vom Verlauf des Freitags her dann für mich aus.

Location: Zur IT Identifizierung habe ich oben schon geschrieben (was Kinfried da hätte alles erzählen können / was das dem Plot gegeben hätte). OT: sehr schöne Taverne, super Location, alles Klasse. Störend waren ein zwei Touridämonen, die allzu aufdringlich gewesen waren. Beim nächsten Male wäre es vermutlich gut am Aufgang wo die hochgekommen sind ein Schild "Privatveranstaltung" aufzustellen, um nicht mit "Ach, feiert ihr hier ein Mittelalterfest?" konfrontiert zu werden. ;-)
Der Wald sah toll aus im Schnee.

Küche: Ein Megakompliment hier. Ich bin ja von den wenigen Meistergildecons von gunther wo ich war ein bisschen was gewöhnt, hatte auf einem sächsischen / Thorlandcon dann doch nicht diese tolle Verpflegung erwartet...

Plot: Das Thema war schön, aber leider fehlte (mit Ausnahme der nächtlichen Blumensammlung für alle Interessierte) komplett eine Plotbeschäftigung für Spieler die NICHT als adelige Gäste gekommen waren. Den Ganzen Tag nur Gefolge darzustellen ohne einen Plot zu haben der sich an einen selbst richtet ist schade. Als Ambientecon war das aber vermutlich auch nicht der Anspruch. Was mich aber gestört hat war, dass das was an Plot (Waldmonster, komische(r) Waldhüter) so da war nach meinem Eindruck komplett von NSC und SL-NSC abgefertigt wurde, und man als Spieler gar nicht wirklich daran herankam. So schön das für die NSC Spieler ist (die ja sicherlich auch OT nicht die Plotentwicklung kannten) und ich mich für sie freue dass auch NSCs mal schön spielen können denke ich doch dass ein Großteil der Spieler diesbezüglich frustriert gewesen ist. Dass dann der Rest des Samstags in 4-Augen Gesprächen ablief, in denen auch viele nichts zu tun hatten und deswegen auf reines Ambiente / Tavernenspiel beschränkt blieben ist einfach schade.
Die Treibergruppe aus den SC zu rekrutieren war auch nicht soooo eine tolle Idee, weil das ja wie eine Spielgruppe zweiter Klasse klingt, in die man sich OT schon nicht stecken lassen wollte. Entsprechend gering fiel die Begeisterung aus. Hier wäre es doch gut gewesen zu sagen: ein großer Teil der Holzfäller etc ist zum Treiben bereits in den Wald gegangen.
Gut fand ich dass innerhalb des Thorlands Spannungen herausgestellt wurden (Hofpriesterin der Moira, unerfahren wirkend, nebst Stadthalter zu Dubi (eine der wichtigsten thorländischen Persönlichkeiten) vom Freiherrn von dessen Tafel an einen Nebentisch ausgeladen, das Schmierpamphlet in der Stimme von Dubi und die offensichtliche Neigung des Freiherrn ein paar althergebrachte thorländische Prinzipien umwerfen zu wollen.

NSC: Ein Lob an die vielen NSC, die sich toll um alles gekümmert haben. Die Garde war endlich mal 'ne Garde (hat man nicht so oft) die auch diszipliniert ihre Aufgaben wahrgenommen hatte. Schön fand ich auch das aus dem Thorland 1 bewährte Konzept eines NSC - Charakterplots wenigstens teilweise wie mir schien aufgegriffen wurde. Schön war auch, dass für mich keine Unterscheidung möglich war bei einigen Rollen, ob es sich nun um SC oder NSC handelte. Einzelne NSC zu loben liegt mir fern, ich fand das Spiel von allen toll. Besonders gut fand ich, dass die jeweiligen NSC mit passenden Darstellern besetzt waren, und somit allesamt glaubwürdig waren.

Sonstiges: Die Anreiseplanung hat, wie erwartet, nicht so wie geplant funktioniert, und die SC mussten teilweise sehr lange im Schnee warten und sich umziehen. Da ich nicht im Hellen aufbauen konnte habe ich meine Schlafstelle in der Nacht (Zelt) nochmals 2 mal reorganisiert... und erst am Morgen ordentlich machen können. Sonst war es im Zelt gut, die Temperaturen waren erträglich, ich glaube die Heuschlafer hatten es da schwieriger. Gefährlich fand ich nur den Gasheizer, der keinen richtigen Standfuß hatte.
Wie immer gab es auch lange Wartezeiten, die jedoch leider zu keinem Ergebnis kamen weil sowohl Jagd als auch Suche nach dem Druiden vorzeitig beendet worden waren.

Fazit: Insgesamt ein schöner Con, wenn auch für mich nur basierend auf dem Ambientespiel mit den SC und NSC. Vom Plot her war für mich nicht viel dabei, und das hat mich ehrlich gesagt schon etwas enttäuscht. Als zukünftige Entwicklung habe ich für mich mitgenommen mich mehr für das Thorländisch-Epsteinische Verhältnis zu interessieren (hier steht ja nun eigendlich ein Con aus, nach so viel IT-Metaploteinführung zu Epstein), aber auch zu hinterfragen in wieweit die anderen thorländischen Spieler, ohne die es Dubi, Kupferberg, Immerroth und viele andere Dinge im Thorland so nicht gäbe nicht doch ein gewisses Mitspracherecht haben, was den Metaplot betrifft (und damit meine ich mich egoistischerweise natürlich auch selber ;-)).
edit: was mir nur sehr wenig auffiel war, dass die SL als SL präsent herumlief und ständig etwas klären musste. Dies liegt entweder an völligem Chaos oder einem super Briefing der NSC, die nicht alle Naselang angeleitet werden mussten. ;-)


viele Grüße
Marc
Titel: Re:"Aus der Tiefe des Waldes" (Thorland 2) - Feedback
Beitrag von: Schwankus am Februar 19, 2013, 14:19:53 Nachmittag
Hallo,

ich nehme mir auch mal die Freiheit und kopiere aus dem Ludi Saxonici einen Beitrag hierher: (ich hoffe lnár Telperion hat nix dagegen)

In Ermangelung eines Accounts im dresden-spielt.de Forum hier mein Rückblick auf die Con:

So alle Sachen ausgepackt und eingelagert und nun wieder in Leipzig. Tja, was soll ich sagen, das Con stand irgendwie von Anfang an persönlich unter keinem guten Stern. Ich habe zu spät mitbekommen das die Anreise IT ist und somit meinen Handwagen nicht mehr geschafft zu reparieren. Musste mich im Gepäck daher shcon einschränken. Dann habe ich auf der Hinfahrt den falschen Zielort angesteuert und bin eine Stunde später als geplant angekommen. Die Anreise war dann ok, die Lagerstätte die ich auf dem Heuboden gefunden hatte an sich auch, bis auf die vielen Spinnweben *grusel*. Die nächste Ernüchterung folgte jedoch, ich hatte Schlafsack und jegliche hygienischen Artikel vergessen bis auf einen Kamm. Die erste Nacht war dementsprechend kalt mit nur einer Decke und somit auch wenig Schlaf. Nach der Drückerei bei der Jagd durch das Unterholz inklusive Baumschohnung war ich dann arg durchgeschwitzt. Das hat im Zusammenhang mit der fehlenden Duschausrüstung und Wechselgambeson unter anderem dazu Beigetragen das ich mich entschieden habe mit Stefan, Hedi und Sebastian schon Samstag Nacht abzureisen.Das war dann auch nen Knaller(insider) und ich danke den beiden helfenden Händen! Die Rückfahrt war einer der schlimmsten die ich von einem LARP hatte, 100km durch dichte Nebelschwaden und Schneefall mit Höchstgeschwindigkeit 110mh/h auf der Autobahn. In Leipzig dann noch einem abgerissenem Fuß auf der Straße gesehen...ganz toll. Und trotz all der Widrigkeiten habe ich mich in der Zivilisation angekommen schon wieder zurück gewünscht. Ich verbuche die OT schlecht gelaufenen Dinge einfach als persönliche Dummheit. Mit der frühen Abreise haben wir sicher die Orga und unsere zurückgelassenen Freunde ziemlich brüskiert, ich hoffe man wird es uns in Zukunft nicht all zu übel nachtragen und ich alle sind noch gut und weniger anstrengend nach Hause gekommen.
Zu dem Con an sich:
Ich hatte immer Schwierigkeiten mit einem reinen Hofhaltungscon, habe es aber mit dem neuen Charakter dennoch mal probiert, schließlich sollte es ja eine angekündigte Jagd geben. Ehe es dazu kam hat mir alles etwas lange gedauert, dass sie dann abgesagt wurde und wir umsonst durchs Unterholz gekrochen sind fand ich nicht shcön. Ich weiß nciht ob das so geplant war. Auch nicht shcön fand ich die gnaze Sache um den Druiden und den Manneber(ich nen das Vieh einfach mal so). Ein Wesen gegen das Waffen der Spieler nichts ausrichten finde ich immer ungünstig, zumal es eine schöne Trophäe gewesen wäre. So hat man einer Truppe NSCs das überlassen müssen. Allerdings ohne jegliche Erklärung warum das so ist und überhaupt was das war. Wer der Druide überhaupt ist und was er will. Man konnte ja nicht mit ihm reden wie mir gesagt wurde. Die Leiche von dem Manneber konnte man auch nicht weiter untersuchen weil sie einfach verschwunden ist laut Aussage einiger. Der Tod des Knappen wurd, dem Grund für die Absage der Jagd, wurde auch nicht weiter untersucht, man hätte den Druiden gleich versuchen können festzusetzen. Das am Ende der Veranstaltung ausgerufene Kopfgeld hat dann auch wenig Sinn gemacht, höchstens für ein Folgecon. Kann aber auch sein das ich bei all dem nicht ganz aufgepasst habe und dadurch die Sicht verfälscht ist.
Zu dem Hofhaltungs/Etikettenspeiel möchte ich nicht viel sagen, ich habe jedoch gemerkt das es mir auch mit diesem Charakter nicht wirklich liegt und ich es in Zukunft wohl eher wiede rmeiden werde. Ich hatte allerdings mehr Intrigen und Ränkespiele erwartet, vielleicht habe ich aber auch einfach nichts mitgekommen.
Als positivstes bleibt mir auf jeden Fall die Location und das Essen am Samstag Abend in Erinnerung. Das Essen war sooo lecker und die vegetarische Soße war einfach der Knaller! Lob und dafür an die Küchencrew und die Orga die dies organisiert hat. Die Location sollte man sich vormerken, es war zwar ein ziemlicher Touriandrang was sehr störend war, aber am Abend, als dies verklungen war, haben die Holzhütten & -schnitzereien ein unglaubliches Ambiente verbreitet. Dazwischen noch die Zelte und Statuen, einfach toll! Auch dafür Lob an die Orga.
Danken möchte ich nochmal den mittländischen Spielern die mir trotz eigener Gruppe eine Integrattion in die Con ermöglicht haben. Ich hoffe meine Schwierigkeiten mit der Con haben nicht zu einem störenden Spiel anderen Gegenüber geführt.

Norman/Leomar

Titel: Re:"Aus der Tiefe des Waldes" (Thorland 2) - Feedback
Beitrag von: Jay am Februar 19, 2013, 17:56:41 Nachmittag
Moinsens,

dann möchte auch ich mal Rückmeldung geben.
Ich hoffe sie beleidigt niemanden, auch wenn sie etwas negativer ausfällt.


Briefing im Vorfeld: war mMn unzureichend Seitens der Orga. Weder bekam ich eine Rollenbeschreibung, noch eine Zusammenfassung, was seit oder direkt nach Thorland 1 so ablief. Mit der Einladung für die damalige Rolle schien für die Orga alles geklärt gewesen zu sein. Nach viel Gedränge und regelmäßigem Nachfragen gab es dann auch endlich Infos zu Eppstein, die sich nach einem ausführlichen Gespräch mit der Baronin aber mehrheitlich als zu unkonkret oder teilweise gar überholt/falsch herausstellten. Durch das Gespräch mit der Spielerin der Baronin von Eppstein habe ich mich aber zumindest auf einen Großteil der Rolle vorbereiten können.

Sonstiges im Vorfeld: Dass man vor der eigentlichen Anmeldung erst drei Wochen auf die Bestätigung des Zeltplatzes warten muss und anschließend im Nebensatz durch ein anderes Orga-Mitglied mitbekommt, dass das schon (sinngemäß) am Tag nach der Anfrage bestätigt hätte werden können, war nicht so prickelnd. Als sich danach dann auch noch über fast 4 Wochen eine mehr oder minder intensive Diskussion um die doch sehr spezielle Rollenausstattung/Gewandung anschloss, bei der teilweise ziemlich harte Forderungen gestellt wurden und am Ende festzustellen, dass eigentlich alles unnötig war. Die Gewandung war schließlich komplett im Fundus vorhanden. So stand das Con schon im Vorfeld nicht unter dem besten Stern. Damit eröffneten sich aber so doch einige Kommunikationsdefizite innerhalb der Orga, die bis zu (scheinbar gezielten) Falschinformationen reichten.

Location: Was diese angeht, kann ich mich den Vorschreibern nur anschließen. Ohne Touris wäre es wirklich genial gewesen. Diese (zumindest in deren Verweildauer und teilweise auch Aufdringlichkeit) und die nahen Waldarbeiten und vorbei tuckernden Traktoren und Quads waren weniger ambienteförderlich für diese eigentlich extrem schöne Location.

Küche: Was soll man sagen ? Die mit Abstand beste Converpflegung der letzten Jahre und hätte man auf Andickungsmittel verzichtet, wäre es wohl auch die beste all meiner Larpzeiten gewesen. Echt viel Arbeit muss da drin gesteckt haben und das hat man auch geschmeckt. Das Fleisch aus bekannter Zucht und nicht aus der Massentierhaltung war noch einmal ein besonderes Bonbon, was auch herausschmeckte.

Plot & Setting: Tja, hier hat es mMn am meisten gemangelt. Die Grundidee für ein Ambiente-Con war sehr schön (und dies meine ich wirklich ernst), hat sich so aber zumindest in diesem Versuch nicht so recht umsetzen lassen. Vielleicht bin ich mit zu hohen Erwartungen an ein Hofhaltungs-Jagd-Con herangegangen, doch muss ich sagen, dass ich was die Hofhaltung und das höfische Spiel angeht, extremst enttäuscht war. Weder wurde die höfische Etikette eingehalten noch konnte der unverständliche und viel zu leise Herold überzeugen. Nur wenige der Adligen konnten mpMn ihren Stand darstellen und mit entsprechendem Benimm glänzen. Als Beispiele seien hier Tischordnung, Benimm am Tisch, Art und Reihenfolge des Betretens und Ankündigens, Zeitpunkt/Aufforderung zur Gastgeschenkübergabe und der gleichen mehr angeführt. Hier konnten mMn weder SCs noch NSCs wirklich in der Darstellung glänzen. Auch die Rolle einer Zofe oder eines Kämmerers/Mundschenk schien mir weitreichend falsch von so einigen edlen Damen und Herren verstanden. Dass Vieraugengespräche die primäre Wahl der Kommunikation war/werden konnte, hat mMn nicht nur das Spiel für viele Teilnehmer erschwert und ihnen den Zugang zu dem zumindest theoretisch erfahrbaren Plot um die Verhandlungen vorenthalten und unerfahrbar gemacht, sondern auch ein grobes und tiefliegendes Unverständnis für ein standesbewusstes und dem Stande entsprechendes Spiel vieler dokumentiert.

Die Jagd: stand unter einem schlechten Stern. Vielleicht wäre der hier zum Angebot stehende Plot erspielbar gewesen, hätte man die dafür zuständige GSC entsprechend gebrieft und die Jagd fortsetzen lassen. Vielleicht wäre das Ganze auch noch erfahrbar gewesen, wäre man von der Jagd zurückgekehrt sofort wieder in den Wald aufgebrochen, um den Schurken oder das Monster zu jagen. Hier hat mMn die Orga nicht schnell genug geschaltet bzw. nicht ausreichend vorausgedacht. Mit der Konsequenz, dass der für Nichtadlige wohl hauptsächlich mit gedachte Abenteuerplot, komplett NSC-gespielt und für alle anderen nicht erfahrbar blieb.

Die Verhandlungen, die wohl, wie ich am Rande mitbekam, ein Hauptanliegen des Spieles und Larps mit werden sollten, kamen mit Abstand zu kurz. Dies lag mMn primär daran, dass zum Einen die Jagd erst mit unmöglicher Verspätung losging und damit die Möglichkeiten für Verhandlungen unter der Hand und Vorgespräche nach hinten verschoben wurde. Zum Zweiten daran, dass die Jagd abgebrochen und die Vorverhandlungszeit auf 2-3 Gespräche runtergekürzt wurde und Drittens und maßgeblich am extrem späten Auftreten des Freiherren und dessen in meinen Augen unangemessenem Betragen. Selbst bei einer politischen Ehe und deren entsprechend diplomatischen Vorverhandlungen gebietet es Anstand und auch Höflichkeit wenn nicht die Achtung des Anderen, sich entsprechend zu geben. Dass die Baronin und Fürstentochter zunächst zu spät und dann fast schon beiläufig nach anderen begrüßt und erst viel zu spät an den Freiherrentisch eingeladen wurde, ist ein Fauxpas aller erste Güte. Dass dann aber der Barde, der schon für einen Wohlgeborenen die Minne vorbrachte nicht gleich im Anschluss in Auftrag genommen wurde, um der (wenn auch vor allem politisch) Umworbenen ein Ständchen zu bringen, ist Gleichgültigkeit.

Conteilnehmer: Meinen Mitspielern möchte ich danken. ich hatte so einige sehr angeregte und vor allem auch interessante Gespräche und die Beichten waren mir ein Genuss. So kommt man gern seinen "priesterlichen Pflichten" nach. ;)

Sonstiges: Die Anreise wirkte auf mich großteils unkoordiniert. Dass für ein Groß der Fahrzeuge keine passenden Schneeketten vorhanden oder angedacht waren, war ein Manko, dass zu zahlreichen Verspätungen und einigen Mehraufwand führte. Vielleicht hätte hier die Orga mit Vorbereitung glänzen können. Doch dies soll kein Vorwurf sein.

Fazit: Insgesamt war dieses Jagd-Con eine (fast erwartete bzw. eher befürchtete) Enttäuschung. Die Summe hat für mich einfach nicht gestimmt und zu viel ging schief. Dies wurde aber durch sehr schönes Rollenspiel vieler GSCs und so einiger SCs wieder etwas ausgeglichen, so dass ich trotzallem so einige schöne Rückerinnerungen habe.

LG,

Jay
aka. Ruthor von Langenstein
Titel: Re:"Aus der Tiefe des Waldes" (Thorland 2) - Feedback
Beitrag von: stuvar am Februar 19, 2013, 22:16:20 Nachmittag
Hiho,

nachdem hier schon die wichtigsten Dinge gesagt wurden, denen ich mich nur anschließen kann, hier eine Zusammenfassung was mich bewegt hat:

höfisches Spiel: Hier kann ich Jays Aussagen nur kräftig unterstreichen: Der Herr in diesem Lande muss für die Ordnung sorgen. Wenn sich einer der Gäste darum gekümmert hätte (z.B. den Junker zu finden oder der Täter zu fassen), so hätte dies die Authorität des Freiherrn untergraben (was ja kein Gast absichtlich will).

Anbiente: Super Gelände, schönes Haus und sehr schöne Ausgestaltung der Hütte! Einzig Touris und Holzfäller haben etwas gestört - aber man kann nicht alles haben.

Gefolge: Fand ich für das Ambiente super. Einzig die Umsetzung der höfischen Etikette ist noch gut ausbaufähig  (Von Tischsitten bis hin zum Umgehen der gesellschaftlichen Fettnäpfchen).

Plot: Da das Con für mich eher eine Ambientecon und der Jagdteil eher gering ausfiel, war die recht kurze und grobe Einweisung nicht so schlimm. Die Wartezeit zu Beginn der Anreise konnte ich gut zur Absprache mit meiner Herrin nutzen. Somit war ich (bis auf das Bogenschießen) gut vorbereitet. Hier gelobe ich mich bis zur nächsten Thorlandcon zu bessern!

persönliches Fazit: Durch die Con hab ich den Zugang zum Gefolgespiel gefunden. Nachdem ich sehr skeptisch war und eine Hofhaltungscon zuerst nicht besuchen wollte, hab ich jetzt eine Rolle im Eppsteiner Gefolge gefunden bei der ich mich wohl fühle. Ohne das schöne Spiel mit euch wäre mein Charakter sicher nicht auf diesem Posten geblieben und wäre weiter gezogen. (Die Suche nach der ausgebüchsten Baronin und die priesterlichen Pflichten waren für mich schon Höhepunkte (P.S: @ Jay das nächste Mal komm auch ich zur Beichte ;))

Ansonsten danke ich allen, dass sie ein sehr schönes IT-Feeling aufgebaut haben. Auch ansonsten waren die OT-Gesprächsteile sehr gering und ich für meinen Teil hatte meinen Spaß dabei in die Thorländische Welt abzutauchen.


Regir Wächter, Leibgardist der Baronin von Eppstein.
Titel: Re:"Aus der Tiefe des Waldes" (Thorland 2) - Feedback
Beitrag von: Schwankus am Februar 19, 2013, 22:33:07 Nachmittag
stimmt, der IT Anspruch ist gut erfüllt worden, es gab so gut wie keine OT Blasen die ich mitbekommen hätte...
Titel: Re:"Aus der Tiefe des Waldes" (Thorland 2) - Feedback
Beitrag von: Ood am Februar 19, 2013, 23:50:27 Nachmittag
Liebe Spieler, liebe NSCs,
zuerst möchten wir euch ganz herzlich für all euer Kommen danken.

Diese Con hat, zu mindestens mir, einige graue Haare eingebracht. Von Vermieter, die kaputte Heizungen für unwichtig halten, über wichtige NSCs denen vom Arbeitgeber im letztem Moment eine Wochenendschicht rein gedrückt wird, bis hin zu unserem Sprinter, der bei der Anreise erst mal zwei Stunden am Berg hing, haben wir so ziemlich jede Katastrophe mitgenommen, die sich anbot.
Ja, es ist viel schief gegangen und auch am Samstag blieb die Probleme nicht aus und es gelang uns nicht immer alles zu überspielen.

Trotzdem hoffen wir, das euch der Con wenigsten ein bisschen gefallen hat und ihr ein paar schöner Erinnerungen mitnehmen werdet.

Einen ganz besonderen Dank möchten wir auch nochmal all den Helfern aussprechen, die uns am Montagabend beim Ausladen des Fundus geholfen hatten, nachdem sich unser Sprinter am Sonntag erst mal am Hang quer gestellt hatte, am Montag in den Graben gerutscht war und erst per Traktor und Seilwinde aus diesem befreit werden konnte.

Soweit von mir, Jette, Orga.
Titel: Adelsdarstellung
Beitrag von: Kjala am Februar 20, 2013, 18:19:11 Nachmittag
@Ood: Oh je, da hat's euch wirklich ganz schön heftig erwischt! Erholt euch gut! :)

@all: Es wurde schon mehrmals angemerkt, dass die Etikettedarstellung i.A. noch ausbaufähig ist. Vermutlich haben wohl nur die wenigsten von uns das Glück, von Haus aus über tadellose OT-Kenntnisse in diesem Gebiet zu verfügen - zum einen, weil es ein nicht geringes Detailwissen und damit Einlesezeit erfordert, und anderen, weil auch eine Portion Praxiserfahrung dazu gehört, um immer souverän mit einer überzeugenden Geste reagieren zu können. Junge Adlige wurden schließlich über Jahre darin geschult. An die "Originale" werden wir daher ohnehin wohl nur schwer bis gar nicht herankommen. (Aber auch von einem Larp-Barden erwartet man ja nicht, dass er wie die historischen Vorbilder 9 Instrumente beherrscht und jonglieren kann. Er muss nur halbwegs Musikalität mitbringen und irgendein taugliches Instrument hinlänglich beherrschen.)

Allerdings freue ich mich immer über Gelegenheiten, die Darstellung zu verfeinern und zu verbessern. Was haltet ihr davon, in einem anderen Thread das Thema in Form von einer Sammlung "Was ich unheimlich gerne häufiger an Etiketteregeln in der Adligendarstellung sehen würde" näher aufzugreifen? Sicherlich passt nicht jede Etiketteregel zu jedem Adligen oder gar an jeden Adelshof. Aber vielleicht erhält der ein oder andere ein paar neue Anregungen, was man bei zukünftigen Gelegenheiten stilvoll anbringen könnte. Ich fände es jedenfalls sehr spannend! :)

Liebe Grüße,
Vivienne
Titel: Re:"Aus der Tiefe des Waldes" (Thorland 2) - Feedback
Beitrag von: das Berstl am Februar 20, 2013, 19:47:35 Nachmittag
Hier wird dauernd von Fehlern in der Etikette gesprochen. Kann hier mal irgend jemand konkrete Beispiele machen?
Vielleicht waren meine langwierigen Recherchen zu hochmittelalterlichen Tischsitten  und Verhaltensregeln, die ich im Rahmen meiner Vorbereitung auf die Heroldsfigur ja falsch. Aber bis auf die Tatsache, dass einige Anwesende mit gewissen Redewendungen und Gepflogenheiten nichts anfangen konnten, hat eigentlich alles ganz gut gepasst.
Titel: Re:"Aus der Tiefe des Waldes" (Thorland 2) - Feedback
Beitrag von: Jay am Februar 20, 2013, 20:45:37 Nachmittag
Moinsens,

die Idee von Viv finde ich eigentlich richtig schön. Ich fürchte nur, dass dies ziemlich viel Zeit und auch Geduld kosten wird, das alles auszuführen.
Ich werde meine Gedanken dazu aber mal ordnen und niederlegen. Wird aber etwas dauern.
Vielleicht kann daraus sogar ein IT-Leitfaden für einen Charakter werden, der mir derzeit durch den Kopf geht.

LG,
Jay
Titel: Re:"Aus der Tiefe des Waldes" (Thorland 2) - Feedback
Beitrag von: Kjala am Februar 20, 2013, 21:22:11 Nachmittag
Ich war mal so frei und habe das Etikette-Thema hierhin ausgelagert:

http://dresden-spielt.scrobble.me/forum/index.php/topic,2784.0.html
Titel: Re:"Aus der Tiefe des Waldes" (Thorland 2) - Feedback
Beitrag von: Schwankus am Februar 20, 2013, 23:08:58 Nachmittag
abgesehen davon... wir waren im Thorland, und welchr Thorländer kennt denn adelige Etikette, wo er doch von sich aus keine Adel kennt ? Das Bauernvolk salbert geräuschvoll in seiner Ecke während der Adel da ist, statt zu schweigen, die höhere Gesellschaft benimmt sich tapsig weil ungewohnt... alles i.O. in meinen Augen.
Titel: Re:"Aus der Tiefe des Waldes" (Thorland 2) - Feedback
Beitrag von: Dureknight am Februar 21, 2013, 00:34:45 Vormittag
Ich kann Schwankus da nur beipflichten. Wer sich ein wenig mit dem Landeshintergrund des Thorlandes beschäftigt, wird schnell darauf stoßen, dass es dort (eigentlich) keine Ständegesellschaft gibt und dass es deswegen nicht schlecht gespielt ist, wenn Thorländer Charaktere gegen möglicherweise übliche Etiketteregeln verstoßen, sondern dass es eher von mangelndem Spielverständnis zeugt, wenn man anstatt IT entsprechend auf einen Affront zu reagieren dies danach in eine OT-Kritik packt.

Was die Kritik am Spiel der "echten" Adeligen angeht, so kann ich dies erstens mangels Fach- und Sachkenntnis nicht beurteilen, zweitens will ich das auch gar nicht beurteilen, denn LARP ist in meinen Augen stets die Kunst des Möglichen und kein Wettbewerb der authentischsten Immitation historischer Sachverhalte. Im Klartext: Tut Adliger A etwas, was Adliger B als Fauxpas verstehen müsste, dann kann sich B IT überlegen, ob er das als bewusste Provokation, als unterschiedlichen kulturellen Hintergrund oder als Unfähigkeit des Gegenübers einordnen will. Ob die OT-Ursache davon bewusste Provokation, unterschiedliches kulturelles Verständnis oder mangelnde Spielerfahrung bzw. Fachkenntnis in Etikettefragen ist, ist dann wieder eine andere Frage. Alle drei Varianten sind bespielbar, keine bietet ein echtes Problem, aber eine OT-Klage darüber ist so unnötig wie ein Kropf. Wie gesagt, Sinn eines Cons sollte maximaler Spielspaß für alle Beteiligten sein, und dazu gehört eben auch, dass man bei höfischem Spiel Kompromisse eingeht. Abgesehen davon: Wir spielen Fantasy, und wenn es im Lande Norolk üblich ist, dem Gastgeber eines Banketts erstmal vor die Füße zu kotzen, dann ist das eben so.

(Wobei dieses Plädoyer jetzt nicht die Etikette-Diskussion im anderen Thread untergraben soll, denn auch ich fände es sehr interessant, wer mit welchen Vorstellungen in ein höfisches Spiel hinein geht.)
Titel: Re:"Aus der Tiefe des Waldes" (Thorland 2) - Feedback
Beitrag von: Dorodin am Februar 21, 2013, 09:45:15 Vormittag
Ich denke das ihr es euch mit eurem Landeshintergrund ein wenig zu leicht macht. Genauso könnte dann nämlich jeder andere Spieler auf eure Cons fahren, sich orange Sneaker anziehen, mit buntem Ikea Plastikgeschirr essen und sagen: "Ja, ich komme aus einem Land in dem es Kobolde gibt und die stellen das Zeug her, das ist mein Landeshintergrund und nu komm bitte damit IT klar!" Ich werde dazu aber noch ein wenig mehr im Etikette Thread schreiben.
Titel: Re:"Aus der Tiefe des Waldes" (Thorland 2) - Feedback
Beitrag von: Jay am Februar 21, 2013, 10:50:06 Vormittag
Mit dem Landeshintergrund ist es sich mMn zu einfach gemacht : Auch wenn Thorländer hier ihre Ausrede/Gründe haben mögen, so gilt dies nur begrenzt für die Gäste.
Klar kann man für das jeweilige Land festlegen, dass sich jeder dutzt, der vornehmen Dame kräftig un kumpelhaft auf die Schulter geklopft und in den Ausschnitt geklotzt wird und das ordentliches Benehmen ist (Keine Sorge nichts ist in dieser übertriebenen Form auf dem Con aufgefallen), aber dann braucht man kein Hofhaltungs-Con mit Adels-Gesellschaft und Gefolge spielen. Dann ist das Setting "so überflüssig wie ein Kropf", weil es sich dann nicht mehr von irgendwas anderem unterscheidet.

Die Kritik zur verletzten Etikette ist sowohl IT als auch OT gefallen und kein Gemeckere im Nachklapp. Wenn man, wie die Orga von sich aussagt, einen gesteigerten Anspruch an Ambiente und IT hat und über das Gewandungsgrillen hinaus gehen will, dann gehört zu diesem Ambiente nicht nur, dass man entsprechendes Geschirr und Kleidung dabei hat und OT-Kram möglichst abgetarnt ist, sondern dann gehölrt noch maßgeblicher dazu, dass man auch die Augen schließen können muss, und aus dem akustisch wahrgenommenen Ambiente heraus, weiß, wo man ist und was gespielt wird. Und da war das Setting nicht wie ausgeschrieben ein Hofhaltungs-Con sondern eher ein "Leute unterschiedlichen Standes treffen sich, gehen recht vertraut miteinander um und verzichten auf Standesdünkel und Etikette.

Ich werde im entsprechenden Thread noch etwas dazu schreiben. Aber da es doch etwas mehr zum Tippen sein wird, bitte ich da um etwas Geduld.

Grundsätzlich sollte die Kritik aber besser ernst genommen und nicht kleingeredet werden, wenn man den eigenen Ansprüchen genügen möchte.

LG,
Jay

P.S.: Auch wenn das Thorland keine Ständegesellschaft und Adel kennt, so möchte der Freiherr doch von Adligen als Ihresgleichen betrachtet und von seinen Landsleuten wie ein Adliger angesprochen werden. Dann sollte er sich auch entsprechen verhalten und sein Umfeld entsprechend instruiert haben. Anderen Falles wäre es doch eine ziemliche Peinlichkeit. ;)
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Beitrag von: Dorodin am Februar 21, 2013, 11:07:37 Vormittag
Ich würde Jays Beitrag gerne Liken!
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Beitrag von: Schwankus am Februar 21, 2013, 11:27:20 Vormittag
P.S.: Auch wenn das Thorland keine Ständegesellschaft und Adel kennt, so möchte der Freiherr doch von Adligen als Ihresgleichen betrachtet und von seinen Landsleuten wie ein Adliger angesprochen werden. Dann sollte er sich auch entsprechen verhalten und sein Umfeld entsprechend instruiert haben. Anderen Falles wäre es doch eine ziemliche Peinlichkeit. ;)

Hi,

da sehe ich trotzdem keinen Widerspruch. Der Freiherr kommt aus thorländischen Verhältnissen und ist über diese Herkunft nicht erhaben. Wenn es Adelige im IT anpiept dass der Freiherr offenbar eine gewisse Etikette nicht beherrscht, so ist dies IT vielleicht auch korrekt so ? Vielleicht muss es für etablierte Adelsgesellschaften plump wirken, wenn einer der dazugehören will einläd, dabei und unweigerlich die größten Fettnäpfchen trifft ? Ich denke dies ist unweigerlich der Fall wenn eine Konstellation wie hier auftritt. Eine höfische Ausbildung hat schließlich nur, wer auch aus solchen Gesellschaften stammt. Von daher war das alles IT sicher kritisierenswert, aber stimmig angesichts des Hintergrundes. Dies OT anzumeckern ist in meinen Augen nicht angemessen.
Mein Charakter hat diesbezüglich auch keine wesentlich besseren Manieren, besonders da er als Mitglied der städtischen Oberschicht einer recht liberalen Stadt noch größere Distanz zum höfischen Leben hat als der Freiherr selber.
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Beitrag von: Captain am Februar 21, 2013, 12:12:37 Nachmittag
Tja, wie die meisten hier wissen werden, war ich nicht auf diesem Con. Und das hat Gründe, die zum Teil auf organisatorischer Ebene liegen. Und soweit möchte ich das auch hier als Kritik darlegen, weil ich denke, daß man auch daraus lernen kann.

Zunächst einmal empfand ich das Anmelde Prozedere als recht abschreckend und kompliziert. Ich kann verstehen, daß man als Orga einen gewissen Fokus ausrichten und daher einen Einfluß auf die Anmeldungen nehmen will. Aber das kann man auch tun, indem man seine Wünsche und Kriterien klar formuliert und veröffentlicht. Das allein lenkt schon in gewisse Bahnen. Wirklich unpassende Anmeldungen kann man im Nachhinein immer noch aussieben. Mandreanor gibt ein schönes Beispiel dafür, wie das funktionieren kann (nur das keiner auf die Idee kommt, ich hätte hier unrealistische Ansichten).

Dann wiederum gibt es eine ganze Reihe an Informationen, die für die zu spielende Rolle aber auch für logistische Planungen und auch fürs persönliche Wohlergehen von Belang sind. Auch solche Informationen gehören nicht verschwiegen. So z.B. das es scheinbar nicht nur maximale sondern auch minimale Gefolgegrößen als Anforderung an Adelsspieler gab, oder daß man nicht einfach seine ganze coole Ambienteausstattung am Objekt ausladen kann (Ich lese aus den Kommentaren, daß die Anreise sogar vollkommen IT vorzunehmen war. Mag das mal bitte jemand bestätigen oder wiederlegen?), bis hin zu Informationen, die man ohnehin unmittelbar bei der Ankunft in Gänze oder sogar noch ausführlicher mit den eigenen Augen wahrnehmen kann (Zu der Location gibts ne Webseite vom Betreiber mit coolen Pressefotos). All solche Sachen konnte man nur mit Mühe per intensiver Nachfrage aus der Orga rausbekommen (und teilweise noch nichtmal das). Das erzeugt ein ziemliches Unsicherheitsgefühl. Ich hab massiv zu tun gehabt, meinen Mitstreitern ihre Bedenken zu zerstreuen und interessante Dinge vor Augen zu führen. Die Informationspolitik dieser Orga war mir da ein ziemliches Hindernis und das unter anderem hat mich mein Gefolge gekostet.
Den Sinn hinter einer solchen extrem zurückhaltenden Informationspolitik muß mir jemand bei Gelegenheit mal jemand argumentativ darlegen. Vielleicht kann ich das dann wenigstens ansatzweise nachvollziehen (wirklich VERSTEHEN, werd ich sowas wohl nie).
Nur um das eindeutlig klarzustellen: es geht mir IN KEINER WEISE darum, irgendwelchen Plot erzählt zu bekommen. Ich verlange auch nicht hochhochtrabende Aufwände betreiben zu müssen. Ich rede von Dingen die man für die eigene Planung im Vorfeld braucht oder die man unmittelbar beim Eintreffen am Congelände eh bekommen würde. Und ich rede davon VERFÜGBARE Informationen an die Teilnehmer weiterzugeben.

Daß Februar für Studenten in der Prüfungszeit liegt und die Witterungsbedingungen zu dieser Zeit im Allgemeinen problematisch sein können, hat auch so seinen Anteil. Ich glaube. mit einer anderen Terminwahl wäre auch viel gedient gewesen. Ich kann mir diese Location auch sehr gut bei anderen Bedingungen als Schnee vorstellen. Aber ich hab durchaus gerade hier noch einigermaßen verständnis dafür, daß Termine eine schwierige Sache sind und vielleicht Ziele wie eine Minimierung des Touri-Problems damit angegangen werden sollten (falls das Gründe waren).

P.S. Wenn ich Jay richtig verstehe, sprach er nicht ausschließlich von den Gebahren des Freiherrn, sondern auch von Gästen...
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Beitrag von: Dorodin am Februar 21, 2013, 12:24:59 Nachmittag
Zitat
Eine höfische Ausbildung hat schließlich nur, wer auch aus solchen Gesellschaften stammt. Von daher war das alles IT sicher kritisierenswert, aber stimmig angesichts des Hintergrundes. Dies OT anzumeckern ist in meinen Augen nicht angemessen. Mein Charakter hat diesbezüglich auch keine wesentlich besseren Manieren, besonders da er als Mitglied der städtischen Oberschicht einer recht liberalen Stadt noch größere Distanz zum höfischen Leben hat als der Freiherr selber.

Das ist einfach nur Blödsinn, ein Landesherr, der ständig mit Hohen Herren anderer Länder verhandelt wird schnell lernen sich so zu benehmen, das er ihnen nicht auf die Füße tritt, weil er sich sonst sehr schnell isoliert oder im bewaffneten Konflikt wiederfindet. Ähnlich sieht es mit der bürgerlichen Oberschicht einer Handelsmetropole (ich vermute dein Charakter kommt aus Dubi) aus. Dort heißt es ebenfalls "friss die Regeln oder stirb" spätestens wenn die dritte Handelsflotte entrüstet abgereist ist, weil sich die Ratsherren wie ungehobelte Bauern aufgeführt haben werden dir die Händler von Dubi aufs Dach steigen, schließlich gefährdest du ihre Existenz!
Titel: Re:"Aus der Tiefe des Waldes" (Thorland 2) - Feedback
Beitrag von: Holzhirn am Februar 21, 2013, 12:37:31 Nachmittag
Hallo

Ich versuch dann auch mal mich an dem Bewertungssystem zu orientieren. Zu meiner Rolle: Ich war der Gardist Rufus, der als Leibwächter von Moirinia angereist ist. An der aktuellen Diskussion beteilige ich mich nicht. Wir sind alle Menschen mit verschiedenen Erwartungen.


Briefing im Vorfeld: Das kam sehr spät an. Von den Gästen wusste ich garnichts. Da ich meine Rolle allerdings bereits kannte will ich hier keinen Vorwurf machen. Leider fand sich keine Möglichkeit den Konflikt mit Dubi näher nachzugehen, da an einem effektiven Spieltag einfach zuviel los war. Jedenfalls für mich.

Sonstiges im Vorfeld: Ein bisschen Stress mit den Schlafmöglichkeiten. Ich hab mich von Anfang an in guter Tradition aufs schlimmste vorbereitet und habe keine Sekunde im Zelt gefroren. Wenn man aber nicht sogut ausgestattet ist kann ich verstehen das da ein wenig Planungssicherheit schön gewesen wäre.

Location: Auch OT ein schöner Hingucker. Die über Jahrmillionen aus den Bäumen herausgelutschten Holzfiguren, Muster etc. waren schon beeindruckend. Leider aber viel zuviel Besucher. Bei 1 oder 2 Fahrzeuge hätte ich nichts gesagt, aber da meiner Schätzung nach über den Samstag wengistens genausoviele Besucher wie LARPer da waren, ist das einfach nicht passend. In Zukunft müssten sehr penetrante Hinweisschilder die Besucher abzufangen versuchen und die SL mMn deutlich aktiver einschreiten. Wenn man eine Hütte mietet muss klar sein das wir weitgehend ungestört sein wollen und nicht zwischendurch eine Autobahn durchs Spielgebiet gebaut wird.

Küche: Es hat sehr gut geschmeckt, danke. Leider sind Samstag vormittag die Brötchen alle gewesen was für die von uns, die nach 2x 2,5h Schlaf (wegen Nachtwache) dann in der Küche waren ein wenig deprimierend war.

Plot & Setting: Der Start bei der Anreise ist super gelaufen. Ein Druide o.ä. mit Söldnern, die im Wald herumlaufen und, wie Druiden das schonmal so machen, Warnungen ausspricht. Anschließend als "Wildunfälle" von mir abgetane Verletzungen, die Post, eine Kräutersammlerin nebst musikalischer Begleitung die auch noch wieder in den Wald wollte. Alles in Allem eine Menge Ansätze die den Tavernenabend interessant störten. Das Ganze zog sich ziemlich spät hin, und da die Leibwache die ganze Zeit mit dabei sein musste haben wir uns dann umsomehr gefreut als wir eine Nachtwache aufzustellen hatten. Dabei sind dann auch Patzer passiert die man hätte vermeiden können (Stichpunkt Freistellung der Leibwachen von ihren jeweiligen Herren und Bezahlung) die dazu führten das wir als Gardisten eigentlich nur abgeprallt sind.
Am Samstag ist dann scheinbar eine Menge schief gegangen. Da ich bei den meisten Dingen nicht dabei war werd ich mich dazu auch nicht äussern. Aufgefallen ist mir allerdings das sich durch einen späten Start z.Bsp. des Bogenschiessens alles viel zuweit nach hinten geschoben hat. Nach Abbruch der Jagd hätte man unmittelbar nochmal nach dem Druiden suchen können um wenigstens ein bisschen Action für die ganzen Gardeleute und Leibwachen der Adligen ins Spiel zu bringen, die ja sonst am Hofspiel nur wenig Anteil hatten. Das hat sich dann allerdings soweit gezogen das es dunkel wurde und es ganz gut war das der Freiherr eingetroffen ist um einen Kampf bei Nacht auf glatter Fahrbahn zu verhindern. Vom Rest des Abends habe ich dann keinen Ausserhalb-Taverne-Plot mehr mitbekommen.
Lieber wäre mir auch gewesen wenn Freiherr und Springer-NSCs nicht die Plots selbst gelöst hätten (Zerstörung der Bestie, Vertreibung des Druiden). Der Stichpunkt unbesiegbare Kreaturen wurde ja auch schon angesprochen.

Conteilnehmer: Das die Adligen (Gäste) erwartet haben, das die Zwei Gardisten nachdem sie den ganzen Tag wach waren und auch überall mit zugegen auch noch 6-8 Stunden Nachtwache halten müssen fand ich schon ziemlich grenzwertig. Unterstützung haben wir zwar bekommen, aber eben trotz Anfragen nur von einem der Gäste. Am morgen dann zu hören das sich einer der Adligen beschwert hatte weil man uns nicht gesehen hat empfand ich für die Strapazen als unangebracht undankbar. Das hat meine Stimmung kurz getrübt bevor ich diesen Einwurf dann schlicht ignoriert habe.
Die Gewandungen der Anwesenden empfand ich als sehr schick. Mir fällt auch kein Adliger ein der nicht danach aussah.
Danke für die Zwischendurchbeschäftigung mit meiner Mitgardistierenden. Aus einem Missverständnis ist spontan ein schöner Plot geworden bei dem ich es bereue das wir ihn nicht noch weiter bekommen haben.
Ein nicht ernstgemeinter Rüffel an dieser Stelle an den Moira-Priester: Wenn du schon jedem den Schlüssel bei der Andacht in die Hand drückst, dann auch wirklich Jedem. Wenigstens 3 Personen hast du vergessen :P

Sonstiges: Das Auto. Eine Geschichte aus der Legenden entstehen. Da aber alles gut gegangen ist eine über Göttliches Wirken, Glück und natürlich Helden ;-)

Fazit: Der Con war für mich vom Unterhaltungswert her gelungen, insbesondere der Freitag Abend. Ich hätte mir mehr Langeweile gewünscht um persönliche Plots anzuspielen (Konflikt um Dubi, persönliche Plots). Aber 2 Gardisten die Armee, Polizei, Leibwache und Botenjobs mit grober Einhaltung der Etikette übernehmen sollen sind einfach irgendwann ausgelastet. Insbesondere wenn sie planmäßig an 3 Orten zugleich sein sollen (Jagdgesellschaft, Lagerwache, Gleitschutz des Verpflegungstrosses).

Kein Anspruch auf Vollständigkeit.
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Beitrag von: Sandol am Februar 21, 2013, 12:38:21 Nachmittag
Ich habe hier jetzt einige Kommentare zu dem Thema Etikette und Adelsgebaren auf dem Thorland-Con gelesen, aber irgendwie scheint mir da wenig konkretes bei zu sein, sondern nur ein allgemeines Gefühl, dass was nicht stimmte.
Ich stimme diesem Aspekt grundsätzlich zu, würde aber gerne erfahren, auf welche konkreten Situationen sich die Kritik bezieht. Torsten hat in dem neuen Etikette-Thread zwar ein paar Aspekte genannt, diese sehe ich aber als OT-Probleme an, bei denen krampfhaft versucht wurde, sie IT zu lösen. Das würde ich nicht als IT-Etikette Spiel ansehen. (ich will damit diese Punkte, die ich größtenteils nicht mitbekommen habe, ich aber dennoch "daneben" finde, nicht herunterspielen, sondern nur aus der Diskussion auslösen).

Ergo: nennt doch mal ein paar konkrete Situationen, wo euch etwas aufgefallen ist. Gerne auch anhand meiner Person - ich verbessere mich sehr gerne, aber mit diesen Allgemeinaussagen kann ich leider nichts anfangen.


Zur Conkritik an sich ist genug geschrieben worden hier, ich werde da ggf. noch mal mit der Orga persönlich drüber reden.
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Beitrag von: Schwankus am Februar 21, 2013, 12:54:36 Nachmittag
Zitat
Eine höfische Ausbildung hat schließlich nur, wer auch aus solchen Gesellschaften stammt. Von daher war das alles IT sicher kritisierenswert, aber stimmig angesichts des Hintergrundes. Dies OT anzumeckern ist in meinen Augen nicht angemessen. Mein Charakter hat diesbezüglich auch keine wesentlich besseren Manieren, besonders da er als Mitglied der städtischen Oberschicht einer recht liberalen Stadt noch größere Distanz zum höfischen Leben hat als der Freiherr selber.

Das ist einfach nur Blödsinn, ein Landesherr, der ständig mit Hohen Herren anderer Länder verhandelt wird schnell lernen sich so zu benehmen, das er ihnen nicht auf die Füße tritt, weil er sich sonst sehr schnell isoliert oder im bewaffneten Konflikt wiederfindet. Ähnlich sieht es mit der bürgerlichen Oberschicht einer Handelsmetropole (ich vermute dein Charakter kommt aus Dubi) aus. Dort heißt es ebenfalls "friss die Regeln oder stirb" spätestens wenn die dritte Handelsflotte entrüstet abgereist ist, weil sich die Ratsherren wie ungehobelte Bauern aufgeführt haben werden dir die Händler von Dubi aufs Dach steigen, schließlich gefährdest du ihre Existenz!

Erstmal danke dass du meine Worte als Blödsinn bezeichnest. Das ist eine super Diskussionskultur. ;-)
Ich schrieb nirgends dass sich die Thorländer allgemein wie Bauern aufführen, und das ist, mit Ausnahme der Bauern natürlich, glaube ich auch nicht passiert. Ich schrieb dass der Freiherr keine höfische Ausbildung (bezogen auf z.b. sembianische, llardrische oder sonstige Sitten, wovon ich ausging dass dies implizit ist) hat, und auch die meisten anderen Thorländer da nicht besser herausstechen.

Soweit ich weiß hat das Thorland bislang keine diplomatischen Beziehungen tieferer Natur mit einem Lande außer seinen direkten Nachbarn, die eher spärlich sind, und nur in einem davon (Eppstein) gibt es eine Adelsgesellschaft die sich ja IT gerade etwas vor den Kopf gestoßen wurde. Da der Freiherr seit ca. 15 Jahren regiert, und das Thorland selbst nicht so alt ist, denke ich nicht dass eine ausreichende Weltkenntnis vorausgesetzt werden kann, setzt man die Lage des Landes, die kurze Existenz desselben (150 Jahre von 0 bis jetzt) und die soziale Struktur (kein Adel, keine Leibeigenschaft) voraus. Gerade die Abgelegenheit des Thorlandes befördert Unkenntnis anderer Sitten. Und was Handelsbeziehungen betrifft: ich glaube Händler sind in den meisten Dingen pragmatisch, und machen das was Ihnen Profit bringt. Sicherlich gibts gerade in Dubi den größten Austausch mit anderen Kulturen, aber jenseits der üblichen Handelsdiplomatie die man in Dubi (lt. aktueller Landesgeschichte hat die Stadt ihren Status erst seit 98 Jahren) sicherlich beherrscht heisst das nicht, dass man die Etikette der betreffenden Länder kennen müsste. Zumal ich hier OT aus den LARP Ländern anderer Orgas heraus auch meist keine höheren Ansprüche erkennen kann, die abgeschlossenen Handelsverträge mit Silbermark und Auenhain kamen ja zwischen Händlern zustande und mehr als das "Ihr" als Anrede wurde nicht bespielt, außerdem wird kaum der Adelige selbst die Verhandlungen führen sondern einen Vertrauten / hohen Bediensteten dazu abstellen so wie es zwischen Stadthalter und Mittland-Delegation geschah.

Einen Landesbewohner oder Herrscher mit 100% Anpassungsfähigkeit kann ich mir nicht vorstellen, jeder ist seiner Heimatkultur verhaftet und wird sich auch so benehmen.

Nachtrag: Was dir als nicht Thorland-Bewanderter vielleicht nicht so bewußt ist, ist dass es eben erst seit relativ kurzer Zeit Bestrebungen gibt das Freiherrnamt zu erhöhen, vielleicht wird es irgendwann auf diese Weise einen Adel geben im Lande, das ist noch offen. Aber ich sehe hier gerade Anfängerfehler des Freiherrn als gutes IT, bzw. ebenso die Kollision verschiedener Sitten.

edit: Fehlerfuxx
Titel: Re:"Aus der Tiefe des Waldes" (Thorland 2) - Feedback
Beitrag von: Jay am Februar 21, 2013, 15:02:25 Nachmittag
Ein nicht ernstgemeinter Rüffel an dieser Stelle an den Moira-Priester: Wenn du schon jedem den Schlüssel bei der Andacht in die Hand drückst, dann auch wirklich Jedem. Wenigstens 3 Personen hast du vergessen :P
Ich habe den Schlüssel sogar noch mehr Leuten vorenthalten : Vor allem den Ungläubigen und jenen, die mMn zu weit entfernt standen.
Sollte ich einen Gläubigen in der Nähe übersehen haben, möchte ich mich aufrichtig entschuldigen. Dass war dann Schnee- oder Betriebsblindheit. ^^
Also nichts für Ungut.

Ergo: nennt doch mal ein paar konkrete Situationen, wo euch etwas aufgefallen ist. Gerne auch anhand meiner Person - ich verbessere mich sehr gerne, aber mit diesen Allgemeinaussagen kann ich leider nichts anfangen.
Bei dir ist mir eigentlich nicht wirklich etwas aufgefallen, geschweige denn unfein aufgestoßen. Einziger Punkt wäre vielleicht, dass du die Baronin ohne ihre Zofe zu "Vieraugengesprächen" entführt hast.
Im Etikettethread habe ich angefangen, zwar ohne Namensnennung aber auch von diesem Con einige Sachen entweder direkt zu nennen, oder eben durch Gegenbeispiel/Erwartung darzustellen. Vielleicht fällt dir das eine oder andere auf, wenn du mein Erwartungsbild mit dem auf Con Erlebten vergleichst. Namen möchte ich nicht nennen und konkrete Beispiele auch eher ungern, weil ich niemanden bloßstellen oder etwa gar schlechtes RP unterstellen/ihn dessen beschuldigen möchte.

LG,
Jay
Titel: Re:"Aus der Tiefe des Waldes" (Thorland 2) - Feedback
Beitrag von: Schwankus am Februar 21, 2013, 15:10:30 Nachmittag
@Jay: meinst du dass es einer höfischen Etikette mehr entsprochen hätte, wenn sich die jeweiligen Akteure der 4-Augen Gespräche mit ihren engsten Vertrauten zum Gespräch getroffen hätten ? (abgesehen davon, dass dies sicher für die entsprechenden Spieler / NSC auch schöner gewesen wäre)
Titel: Re:"Aus der Tiefe des Waldes" (Thorland 2) - Feedback
Beitrag von: Muerin am Februar 21, 2013, 16:43:24 Nachmittag
Eigentlich von Natur eher forumsunwillig, möchte ich hier doch ein paar kurze Anmerkungen einstreuen, da mich die geäußerte Kritik doch nicht kalt lässt, und mir dabei leider die leidige Etikette-Diskussion ein wenig auf den Magen schlägt: Ich hatte nämlich das Vergnügen, meinem Herren Tordinian dienen zu dürfen, und das war schon ob der Platzbedingungen nicht gerade einfach (wurde ob der Tatsache, dass Tordinian als Orga auch von Leuten angesprochen wurde, die ihn möglicherweise nicht hätten ansprechen sollen, auch nicht gerade erleichtert), aber ich denke, dass wir alle - von der Zofe Moerinias, für die ich ab und an aus Platzgründen in die Bresche gesprungen bin, weil sie einfach ungünstig saß, bis hin zum großartigen Gefolge des Chevaliers - unser Bestes gegeben und of genug auch improvisiert haben. Ihr wart doch alle mit in der Taverne und habt ebenfalls dicht an dicht gesessen: Wie kann man da erwarten, dass einer wie immer gearteten Etikette beim Essen bis zum Ende Genüge getan wird; wie hätte man außerdem die Sitzordnung anders gestalten sollen, ohne die Hälfte der Teilnehmer auszuquartieren oder in Schichten zu essen?! (Resa war es zum Beispiel ungeheuer unangenehm, mit der Baronin von Eppstein am Tisch sitzen oder den Herren von Spingberg mit meinem Geschirr behelligen zu müssen, aber zum einen hatte sie den Job bei Ihrem Herrn zu erfüllen und zum anderen hat übrigens Heike genauso viel Geld wie alle anderen für die Vollverpflegung gezahlt.) Geht es nicht beim LARP auch um Improvisation und darum, auf andere Menschen zu reagieren (und eben nicht auf Stereotypen oder als Stereotyp?!) Geht es nicht immer auch um eine gewisse Praktikabilität und gesunden Menschenverstand und die stete Entscheidung darüber, dass man eigentlich etwas so und so machen müsste, das aber jetzt aus verschiedenen Gründen nicht kann, weswegen man einen KOMPROMISS zu finden versucht?! Vielleicht sollte man zukünftigen Adelsspielern ja eine Art Zugangsprüfung in historischen Kenntnissen und höfischer Etikette auferlegen (sorry, ich flüchte mich hier in Zynismus und übertreibe maßlos, aber wenn die Diskussion zu sehr in diese Ich aber weiß es besser! - Richtung abdriftet, dann kann ich schwer an mich halten!)?!?!

Ich hatte - ohne vorheriges Briefing (denn ich war ja Spielerin; habe mich anfangs auch sehr darüber geärgert, dass ich als Gefolgsfrau eines Orgamitglieds so gar nichts wusste, habe mich dann aber in die Situation reingefunden und einfach gespielt) - stets schönes Spiel und danke allen, mit denen ich gespielt habe, von Herzen dafür (und manchen ganz besonders! :-*). Ich hatte eine entspannte Zeit (wenngleich die ein wenig kälter war, als erwartet, und das lag nicht am Winter ;)) und hervorragendes Essen (!!!) und stets nette Wirtsleute, die bei allen Zimperlein und Problemchen helfen konnten, und schönes Ambiente und sogar wirklich spannende Momente (auch wenn die nicht von der Orga geplant waren). Ich habe mich über Komplimente gefreut und selbst gern welche verteilt und hoffe - wie stets -, dass auch bei den anderen Teilnehmern das Positive die Kritik übertrifft.
Danke an die Orga für alle ihre Mühen: Mit Euch hätte ich nicht tauschen mögen! ::)
Titel: Re:"Aus der Tiefe des Waldes" (Thorland 2) - Feedback
Beitrag von: Jay am Februar 21, 2013, 17:58:08 Nachmittag
@Jay: meinst du dass es einer höfischen Etikette mehr entsprochen hätte, wenn sich die jeweiligen Akteure der 4-Augen Gespräche mit ihren engsten Vertrauten zum Gespräch getroffen hätten ? (abgesehen davon, dass dies sicher für die entsprechenden Spieler / NSC auch schöner gewesen wäre)
Ja ich bin der Meinung, das adlige Damen immer ihre Zofe als Leumund ihrer Untadeligkeit dabei haben sollten und dass dies eher der Etikette bzw. gutem Benimm entsprochen hätte.


@Muerin : Wenn man dem Adel schon ein Mindest- und Maximalgefolge und bestimmte Standards an Kleidung auferlegt/von diesem erwartet, dann ist der Schritt zu der Vorderung ein dem Adel gebührendes Benimm mit zu bringen und darstellen zu können, wirklich kein großer mehr. Damit stelle ich sicher nicht die Forderung dies abzuprüfen auf. Aber ja, die Erwartung habe ich an einen Adligenspieler.

Aber Etikette ist keine Sache, die nur Adel betrifft. Wie im Etikette-Thread dargelegt, kann Etikette und als adelig wirken nur dann klappen, wenn auch Diener- und Gefolgschaft ebenso entsprechend spielen.
Möchte man darauf verzichten, dann sollte man eben nicht die Stöändegesellschaft thematisieren bzw. gar zum Con-Setting erheben. Denn ein Hofhaltungs-Con tut genau dies.

LG,
Jay
Titel: Re:"Aus der Tiefe des Waldes" (Thorland 2) - Feedback
Beitrag von: Captain am Februar 21, 2013, 18:21:51 Nachmittag
Ja ich bin der Meinung, das adlige Damen immer ihre Zofe als Leumund ihrer Untadeligkeit dabei haben sollten und dass dies eher der Etikette bzw. gutem Benimm entsprochen hätte.
Mal ganz ehrlich, ist dir klar, was du da von Gefolgespielern verlangst? Hast DU schonmal ganz Cons lang rund um die Uhr einem Diensternn oder einer Dame am Rockzipfel gehangen?
Ich bin der ziemlich festen Ansicht, daß man als Adelsspieler seinen Mitstreitern ganz bewußt Freiräume geben sollte, in denen sie wissen, daß sie wahrscheinlich nicht behelligt werden.

Um mal die Sache mit dem knappen Platz bei Tische anzusprechen: was spricht eigentlich dagegen, tatsächlich in "Schichten" zu essen. Während die "Oberschicht" beim Essen sitzt haben insbesondere die unmittelbarsten Bediensteten ihre große Gelegenheit fürs eigene Team zu punkten (entschuldigt den platten Vergleich) indem sie zeigen, was sie drauf haben. Während die anderen dann essen, ziehen sich die Adelspieler bewußt zurück und bleiben unter sich und verzichten bewußt auf sämtliche Bedienstete für den Zeitraum. (Und die Reihenfolge ist dabei ziemlich egal, solange sie klar ist.) Ich meine, solange die Küche eine sinnvolle Chance hat, mit den Etappen klarzukommen, würde das mehrere Fliegen auf einmal erschlagen. Was also ist so wichtig daran, daß alle zugleich dran sind? ???
Titel: Re:"Aus der Tiefe des Waldes" (Thorland 2) - Feedback
Beitrag von: Dorodin am Februar 21, 2013, 18:41:34 Nachmittag
Hm, ich finde die Idee mit dem in Schichten essen gar nicht schlecht, würde aber den Spieß umdrehen. Der Gastgeber oder einer der Herren läd die Herrschaften zu einem Appetitanreger in kleiner Runde ins eigene Zelt oder zu einem kleinen Spaziergang ein. Derweil können sich die Bediensteten satt essen und den Tisch für die Herrn decken. Danach sind sie gut drauf, satt und es fällt ihnen leicht, im offiziellen Rahmen ihre Herrn zu bedienen.
Titel: Re:"Aus der Tiefe des Waldes" (Thorland 2) - Feedback
Beitrag von: Jay am Februar 21, 2013, 19:03:35 Nachmittag
Mal ganz ehrlich, ist dir klar, was du da von Gefolgespielern verlangst? Hast DU schonmal ganz Cons lang rund um die Uhr einem Diensternn oder einer Dame am Rockzipfel gehangen?
Ich bin der ziemlich festen Ansicht, daß man als Adelsspieler seinen Mitstreitern ganz bewußt Freiräume geben sollte, in denen sie wissen, daß sie wahrscheinlich nicht behelligt werden.
Es ist zwar schon ein paar Jährchen her, aber ja, habe ich. Und es muss auch nicht immer die selbe Zofe sein. Auch vertrauenswürdige Gardisten, eine loyale Dienstmaid, andere Loyale Untergebene können durchaus mal in die Bresch springen, wenn es nicht gerade ein vertrauliches Gespräch ist. Und selbst bei einem solchen gibt es Optionen.

Einer Zofe können so ausreichend Freiräume verschafft werden.

Wenn aber eine Dame zum Vieraugengespräch ohne Sichtzeugen, die mit etwas Abstand folgen, mit einem Heiratsfähigen Herren zu zweit durch die Gegend spaziert oder allein in einem Zelt/Zimmer ist, so sehe ich dies im Sinne des Adelsspieles als ausgesprochen unglücklich/unsittlich an.
Immerhin ist die Tugendhaftigkeit ein recht wertvolles Gzt, was die Adlige mit in eine mögliche Verbindung bringt. Das sollte nicht vergessen werden.

LG,
Jay
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Beitrag von: Aardjon am Februar 21, 2013, 20:01:42 Nachmittag
Hi,

auch von mir mal ein paar Worte, wobei ich hoffe nicht zu viel unnützerweise zu wiederholen ;)

Briefing im Vorfeld: NSC-Briefing gab's relativ spät und nur auf Nachfrage. Auf Nachfragen zu einer konkreten Rolle gab's teilweise ungenaue bzw. wiedersprüchliche Infos, was ich dann einfach als "mach wie du denkst" ausgelegt habe. War aber am Ende dann auch egal da der Plotteil ohnehin nicht bespielt wurde :(
Bisschen unglücklich fand ich die Vermutung, dass der Barde vier Tage vor Con noch mal eben so schnell noch eine tolle Ballade zu vorgebenen Themen schreiben kann ;)

Location: Muss nicht viel mehr zu gesagt werden, die Location war super. Das mit der kaputten Heizung sollte man eher dem Vermieter als der Orga anlasten... aber hey, es gab warmes Wasser, Duschen und warme Räume zum Aufwärmen und Trocknen.
Ich war etwas überrascht über die Anzahl der Autos die da rumfuhren, zumal der Zufahrtsweg ein gesperrter Waldweg ist den man *eigentlich* nur in Ausnahmefällen (=Hütte gemietet) befahren darf. Gegen die Holzfäller im Wald hätten sicher auch Absperrungen nicht geholfen, aber ich fand sie weniger störend als einen Mähdrescher ;)

Küche: Sehr gute Küche, sehr nette und stets hilfsbereite Wirtsleute, vielen Dank. Es war auch abseits der Mahlzeiten immer was für Zwischendurch verfügbar und es standen jederzeit diverse Getränke zur Auswahl. Hier gibt's nix mehr zu verbessern :)

Plot & Setting: Generell hab ich nicht viel mitbekommen, deshalb sag ich mal nicht viel. Ich stehe nicht so sehr auf unnötig starke Gegner gegen die man nix ausrichten kann *s*
Soweit ich weiß gab es aber unzählige kleine Nebenquests (oder hätte es zumindest geben sollen) mit denen man unglaublich viel Zeit hätte zubringen können. Was davon nun einfach "ausgefallen" ist und was "ignoriert" wurde kann ich nicht beurteilen. Mich hätte zum Beispiel wirklich interessiert, woher dieses einzelne Fomori kam (gibt ja in der weiteren Umgebung eigentlich keine) ^^
Schade fand ich den späten Ploteinstieg Freitagnacht (die Kräuterfrau), das wäre ein paar Stunden eher bestimmt besser gegangen.

Für jene Spieler die IT schonmal in der Gegend waren wäre eine klare Aussage bzgl. der Lokalisierung im Vorfeld schön gewesen. Ich hab's mir dann so erklärt, dass wir damals einfach fälschlicherweise dachten viel weiter nördlich zu sein.

Conteilnehmer: Sehr negativ aufgefallen ist mir (und hier kann die Orga IMHO eher wenig für) ein sehr krasses "Information Hiding" zwischen den Beteiligten... zumindest hab ich das noch auf keinem Con so stark wahrgenommen. Vielleicht war's aber auch nur der Adel gegenüber dem gemeinen Volk... ich habe (als Aardjon) sowohl Freitagnacht als auch Samstag immer mal versucht mich über den Stand der Dinge zu informieren, wurde aber mehrfach (von verschiedenen Leuten) sehr unfreundlich abgewiesen (also IT). Deshalb hab ich mich auch bei den Holzfällern wohler gefühlt und die Gerüchteküche brodeln lassen :D

IT war ich anfangs etwas über das geringe Interesse der Gastgeberin an meinem Barden irritiert. Laut meinem Briefing wurde er speziell für dieses Ereignis persönlich eingeladen. Deshalb wollte ich Freitagnacht nach meiner Ankunft auch kurz bei der Gastgeberin vorsprechen um quasi "Hallo" zu sagen. Nach kurzer Diskussion mit den Bediensteten wurde ich dann von einem Edlen weggeschickt mit dem Hinweis "der Dame wird's ausgerichtet, sie wird Euch nachher rufen". Ist leider nicht passiert, im Nachgang hab ich erfahren dass die Dame nicht unterrichtet wurde und auch von der Einladung nix in ihrem Briefing stand. Mich hat das alles aber weniger gestört, Aardjon hat noch nie so viel und gut gegessen und dafür so wenig tun müssen ;)

Sonstiges: Den Freitagabend empfand ich als sehr angenehmen und ruhigen (weil nicht von aufdringlichen Plotfäden gestörten) Ambienteabend, vielleicht einer der angenehmsten der letzten Jahre. Danke dafür! Ich hoffe ich habe die Dachbodenschläfer mit meiner späten Musikmachaktion nicht zu sehr gestört, falls doch: Sorry! Vielleicht tröstet's euch ja dass ich selbst auch nur 3h Schlaf hatte ;)
Besonders hat mich gefreut dass ich das ganze Con über kein einziges Sauflied spielen brauchte sondern mich guten Gewissens ganz an die Balladen halten konnte *freu*

Vom Samstag hab ich gefühlt die Hälfte verschlafen, die Jagdaktion war toll aber etwas kurz (aber hier ging ja offenbar generall viel schief). Schade dass niemand versucht hat die Druiden-Söldner zu stellen.

"Minnedienst" am Abend: War ja doch etwas witzig, ich war auf nur ein Lied eingestellt aus dem dann doch ein paar mehr wurden weil sonst keiner was vorzutragen hatte. Ich möchte mich hiermit nochmal bei allen für den versauten Anfang der Rabenballade entschuldigen. Ich hatte OT Probleme mit meinen Kontaktlinsen und deshalb schlecht gesehen :(
Im Übrigen hatte ich Samstagabend zeitweise das Gefühl, mit meiner Musik eher zu stören. Hat zwar keiner gesagt, aber das Gefühl war da... alle waren in irgendwelche Gespräche vertieft etc. ... kann da jemand was zu sagen? Hab ich's mir nur eingebildet?

Fazit: Es gab viele Pannen aber einige Dinge waren auch wirklich toll. Es war sehr schön mal (wieder) im Thorland zu spielen (für mich die erste größere Thorland-Aktion ohne Orga-/SL-Beteiligung). Es war vielleicht kein herausragendes Highlight, aber ich war definitiv auch schon auf weitaus schlechteren Cons. Der Gesamteindruck bleibt positiv.




Übrigens: Viele scheinen eine Art Hofhaltungscon erwartet zu haben... irgendwie war's das wohl auch... aber zumindest ich hatte von den Ankündigungen im Vorfeld eher den Eindruck "Abenteurercon" behalten und weniger eine strenge Hofhaltung erwartet...

LG,
Thomas
Titel: Re:"Aus der Tiefe des Waldes" (Thorland 2) - Feedback
Beitrag von: Captain am Februar 21, 2013, 20:43:03 Nachmittag
Hm, ich finde die Idee mit dem in Schichten essen gar nicht schlecht, würde aber den Spieß umdrehen. Der Gastgeber oder einer der Herren läd die Herrschaften zu einem Appetitanreger in kleiner Runde ins eigene Zelt oder zu einem kleinen Spaziergang ein. Derweil können sich die Bediensteten satt essen und den Tisch für die Herrn decken. Danach sind sie gut drauf, satt und es fällt ihnen leicht, im offiziellen Rahmen ihre Herrn zu bedienen.
Ich schrieb ja extra: die Reihenfolge ist ziemlich nebensächlich meiner Ansicht nach. Aber ja, das explizite Vorziehen des Gefolges, welches sonst eher mehr im Hintergrund bleibt leuchtet klar ein. Du hast da vollkommen Recht.
Titel: Re:"Aus der Tiefe des Waldes" (Thorland 2) - Feedback
Beitrag von: Falk am Februar 21, 2013, 23:30:53 Nachmittag
Nachdem der Chris mich darauf aufmerksam gemacht hat, habe ich mich durchgewühlt ...

Das Gelände war toll und ich bin in der Lage OT Besucher zu ignorieren, solange sie nicht ungefragt in mein Zelt gehen (was passiert ist). (Einen großen Teil hätte man abfangen können durch ein geeignetes Schild mit einen Hinweis auf die Art der Veranstaltung) Das Essen war insgesamt gut und der Gulasch und die Brötchen waren hervorragend. Der Plot war für mich nicht erkennbar bzw. zu großen Teilen ausgefallen, was mir an sich egal ist, mein OT Leben ist stressig genug, mir reicht das Spiel in der Gruppe oder was zum zuschauen. Mich frustet es wenn Termine festgelegt werden, die entweder nicht durchdacht sind oder um die sich keiner schert, ich habe Urlaub und da will ich nicht stundenlang auf etwas warten. (ein Problem in vielen LARPs) (ob das ein später Start ist, kein Spielangebot vor 12.00 Mittags oder Abendessen nach 22.00 Uhr, weil die ORGA noch im Zuber sitzt)

Meine Meinung zu den hier Diskutierten Themen:
Etikette ... 12 Spieler 12 Meinungen, OT: Leben und Leben lassen, IT: soll jeder auf den anderen so reagieren wie er will

Das Vorhandensein von Gefolge oder nicht hat nichts mit den Etiketten zu tun und wenn keins vorhanden ist, wird das von mir gern ignoriert, selbst wenn es solche Gründe wie Landeshintergrund sind. Wenn mir die Darstellung des Adels wegen fehlender Hirarchien nicht gefällt, dann gehe ich nicht wieder auf ein Con dieses Landes. (So wie in diesem Fall.) Ich werde mich aber weder auf dem Con noch danach darüber beschweren, das ich mich vorher nicht ausreichend OT kundig gemacht habe über dieses Land - meine Schuld!

Was mich leider Massiv gestört hat und was ich bereits mit Lutz auch schon auf der Con besprochen habe, ist das einige Spieler (NSC,ORGA - kann ich nicht genau zu ordnen, was eher ein Lob ist!) der Meinung sind, das wenn ich IT einen Charakter Spiele der bereit ist sich unterzuordnen und jemandem anderen voll hin zu geben, mich OT als Mensch zweiter Klasse zu behandeln. Ich finde ausgesprochen unverschämt jemanden aus OT Gründen IT zu sagen er kann jetzt leider nicht Essen. Wenn ich einen leeren Tisch sehe und man sagt mit mir für dich gibt es keinen Sitzplatz hier, dann sehe ich darin ein Spielangebot. Wenn es aber OT (dementsprechend auch IT) keinen Platz gibt, dann erwarte ich auch OT eine Entschuldigung und die Bitte das Gemeinsam zu lösen. Sich Spieler raus zu picken, die eigentlich für das Ambiente sorgen und den gleichen Preis wie alle bezahlen, dann dumm stehen zu lassen ist das unmenschliche ausnutzen einer Machtposition in die ich denjenigen erst durch mein Spiel erhoben habe. Einmal schaue ich drüber hinweg, ein zweites mal nicht - ich sage danke, gehe und komme nicht wieder. Hinzu kommt das sie mit dieser IT Ausrede für ein OT Problem ihren eigenen Landeshintergrund verunstalten, indem es ja gar keine Menschen zweiter Klasse geben sollte? Insofern stimme ich den Stimmen zu, die sagen, das der Landeshintergrund mit dem abwesenden Gefolge an den Haaren herbei gezogen wirkt. Das Gejammere das sich leider keine Spieler finden die Gefolge darstellen kann ich nachvollziehen, nachdem ich auf dieser Con war, ich würde es auch nicht tun. Jemand der bereit ist IT Freiheiten aufzugeben, dem sollte ich OT mehr bieten und nicht weniger. Bevor ich auch nur einen Adelstisch aufstelle, sollte ich mir Gedanken machen das alle Spieler von Gefolge Charakteren gut versorgt sind!
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Beitrag von: stuvar am Februar 21, 2013, 23:50:28 Nachmittag
Übrigens: Viele scheinen eine Art Hofhaltungscon erwartet zu haben... irgendwie war's das wohl auch... aber zumindest ich hatte von den Ankündigungen im Vorfeld eher den Eindruck "Abenteurercon" behalten und weniger eine strenge Hofhaltung erwartet...

Ich zitiere mal den ersten Satz der Conbeschreibung:
Zitat
"Aus der Tiefe des Waldes" spielt im Setting einer höfischen Jagd, zu welcher der Freiherr des Thorlandes Gäste aus dem In- und Ausland mitten in den Rehwald eingeladen hat.

Ja, ob dieser Beschreibung bin ich schon in der Erwartung einer Con mit entsprechendem Ständespiel gekommen.

Ein bischen hat sicherlich auch die IT-Machtlosigkeit bei der Druidenjagd und die damit verbundene Untätigkeit an der Motivation gekratzt. Dafür hatte ich ein sehr schönes Spiel mit meinen Mitreisenden aus Eppstein. Auf der anderen Seite nehm ich auch mit, dass einige Thorländer halt keine Stände kennen und sich auch entsprechend benehmen.

P.S: An die Gardisten noch eine Entschuldigung: Bei der nächsten Nachtwache werd ich mich auch denn versuchen zu beteiligen wenn meine Herrin die Unterstützung auf die erste Frage hin ablehnt.

PPS: Aus meiner Sicht wäre es gut einen besseren (oder überhaupt einen) Link auf die Thorland-Wiki zu legen. Ohne das Wissen, dass die unter fomori.de liegt würde man die nicht finden.
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Beitrag von: Schwankus am Februar 22, 2013, 08:56:28 Vormittag
Hallo Falk,

sorry dass es dir so daneben ging, was bei euch so passiert ist hab ich, aufgrund der räumlichen Trennung, so nicht mitbekommen. Ich selbst war, da ich nicht wusste wo mich die SL eingendlich eingeplant hatte, erst bei den Bauern am hintersten Tische, und dann bei den Eppsteinern gesessen, nachdem sich alles platztechnisch etwas reorganisiert hatte, hatte aber mitbekommen dass ihr Platzprobleme hattet, am Ende ist ja auch mein Stuhl irgendwie zu euch gewandert (auch wenn die Eppsteinerin es natürlich übel nehmen könnte wenn IT einer während ihrer Abwesenheit in ihr Zelt stiefelt um was rauszuholen, OT volles Verständnis). Dass die Taverne zu klein war hätte man vorher vielleicht prüfen können, und auch eine Sitzordnung wäre zu regeln gewesen.

Was die Nachtwachen / Treiber betrifft: Hier sehe ich nicht ganz warum du dich über die Ausnutzung der Rangordnung in eurer Reisegruppe beschwerst. Kommt der Gardist der Thorlande zu euch im Auftrag seiner Herrin um zu erfragen ob angesichts des seltsamen Druiden mit den Söldnern, was wie Räuber rüberkam, vielleicht es möglich sei dass einige der Mannen aus dem Gefolge des Ritters ausnahmsweise bei der Wache unterstützen. Peinlich für den Gastgeber, IT, wenn sowas passiert, aber kann man erstmal IT abhandeln. OT weiß jeder dass NSC Gardist meist das ödeste auf dem Con ist, und man nicht 20 NSCs nur zum dem Zweck abstellen kann. Wird der Gefolgsmann gefragt wird er also ablehnen, da er seinem Herren Gefolgschaft schuldet, also wendet man sich logischerweise an einen Ranghöheren. Ich habe aus der Ferne da nur den Chevalier wahrnehmen können, und wusste nicht ob ihr einen Hofmarschall, ersten Ritter oder Hauptmann hattet der dafür zuständig gewesen wäre diese Frage weiterzuleiten. Der Chevalier hätte auch ablehnen können mit Hinweis auf die friedlichen Zustände und die Verantwortung der Gastgeber, hat er aber nicht. Die Eppsteinerin hat. ;-) Auch, wie Dorodin eingangs im anderen Faden schrieb: wenn ich mich OT freiwillig in die Gefolgschaft begebe muss ich mich unterordnen, und dies im Vorfeld so absprechen. Dann muss man aber auch damit rechnen dass man als Gefolgespieler nicht 100%ige Entfaltungsmöglichkeiten hat. Ich habe darum ja auch im anderen Faden den Vorschlag gebracht, dass Gefolgeleute die entsprechend selbst von ihrem Spiel opfern müssen auch etwas weniger Conbeitrag zahlen, damit sie sich im Vergleich zu NSCs nicht herabgesetzt fühlen.

Und letztlich zu diesem Thema: sorry, aber eine Nachtwache sehe ich nicht als NSC Aufgabe! Ein NSC zahlt zwar weniger, hat aber das gleiche Recht wie du darauf Spaß am Con zu haben, und nicht der Arsch für die die Bequemlichkeit anderer zu sein. Ein altes Problem offenbar auf Cons, wo aus Gründen privater Bequemlichkeit das Thema Nachtwachen niemals ordentlich mit Spielern funktioniert, die sich gerne im Zelte/Schlafen=OT verstecken, selbst wenn im Lager der Bär tobt.

Das Thema mit den Treibern habe ich aber ebenso wie du wahrgenommen, hier hätte ich lieber dieses Thema ins OT verlagert und IT angegeben: da haben wir aus Haindorf 40 Leute hergeholt die für 10 Kupfer das machen. Im historischen Hintergrund waren Dorfbewohner die Leibeigenen des Herren, und mussten diesem über Frondienste bei der Jagd behilflich sein. Ich habe hier mal in einer Jagdplanung von August dem Starken gestöbert, da war klar geregelt dass dieses Dorf xy an Ausrüstung stellte, jenes Dorf die Treiber, und noch ein weiteres Bier und Wein, etc. Das auf die Jagdgesellschaft auszulagern hätte ich nur gemacht wenn in jener wirklich einfaches Volk (Knechte etc) mitgekommen wäre. Ich habe aber keine Spieler gesehen die solche gespielt hätten...

Das größte Problem war, dass der Freiherr = SL erst am Samstag da IT da war, also sich als IT wie OT Autorität die Führungsaufgabenanderen überlassen waren. Die Freiherrentochter nebst Gefolge, die ja versucht hat am Freitag / Samstag alles IT zu organisieren gehörten leider alle nicht zur SL, mit Ausnahme von Falk dem es glaube ich plötzlich eher schlecht ging.
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Beitrag von: Captain am Februar 22, 2013, 09:20:01 Vormittag
Ich denke ja, das so Dinge wie Wachdienste (oder eben die Treiber) im Zweifel auch virtuelle Figuren sein können. Solange das Narrativ klar gemacht wird "da sind Wachleute die aufpassen" ist es irrelevant, ob da wirklich eine reale Person steht.

Ich bin ein großer Fan des Prinzips Gamma-Wache, nach dem handelnde Figuren (Protagonisten, bzw im Rollenspiel halt: die Spieler) von einer irrelevanten Wachmannschaft abgelöst werden. Und weil dieser Dienst im Off statt findet, reicht es vollkommen, wenn die Wachablösung gespielt wird und die Wachen ziehen sich dann zurück. Die Dienstschicht selber ist dann virtuell. Bei PvP Cons (oder auch Pseudo PvP Bedingungen wie z.B. die Orkbedrohung auf dem Rawald 2) mag eine reale Wache von Nutzen sein. Auf einem Abenteuer oder Ambiente Con hingegen halte ich sowas für nichts als Brachialkonsequenzlerei.

Natürlich ist es dann ein No-Go Wachleute darauf anzusprechen, daß man sie ja nicht gesehen habe. ;)
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Beitrag von: Falk am Februar 22, 2013, 10:59:29 Vormittag
@ Schwankus, ich bin an irgendeiner Stelle falsch aufgefasst wurden. Ich habe kein einziges Wort über die Wachen/Wachdienste bisher verloren. Hole das jetzt aber gern nach.
Das halten einer Nachtwache ist nicht Aufgabe von NSCs. NSCs sind auf Cons wo sie benötigt werden das wichtigste überhaupt und sollten mehr Spass haben als alle anderen. Ich denke es sollte niemandes Aufagbe sein in einer eiskalten Nacht Wache zu stehen! Schon gar nicht wenn es kein Bedrohungspotential (siehe Captain) gibt, das ist Schikane! Die von Captain angesprochenen Möglichkeiten das dazustellen finde ich sehr lobenswert.

Zurück zur Situation vor Ort. Der Chevalier hat eine Teilnahme an der Nachtwache abgelehnt und hat auch nicht erwartet das eine solche für ihn gehalten wird. Einer Lagerwache hat er zugestimmt, während der Jagd und hat dafür jemanden zurück gelassen (mich).

Ich habe an keiner Wachsituation was auszusetzen wie ich sie erlebt habe oder was ich mit bekommen habe (leider nichts), deiner Schilderung das es nicht Aufgabe der NSC ist stimme ich zu. Zu den Treibern äußere ich mich im anderen Thema.
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Beitrag von: Chris am Februar 22, 2013, 11:07:55 Vormittag
Schwankus, wer bist du eigentlich?
Und ich wurde wegen der nachtwache gefragt, und ich habe abgelehnt. seltsam, dass du das nicht aus der ferne beobachtet hast.

und noch was ganz anderes wegen der nachtwache: ich wette es ist überhaupt nichts passiert? find ich sehr blöd, dass leute da wegen nem 24 stunden ambiente (was keine sau mehr interessiert, weil die beiden die einzigen waren, die noch standen) leute zu sinnlosem wachbleiben angehalten werden. und dass diejenigen, die dieses tolle 24-zeug so sehr propagieren, zufällig die sind, die die allerhöchsten rollen spielen und nur annehmlichkeiten davon haben. ich find grundsätzlich einen ambienteanspruch ziemlich toll - oh wunder - aber immer nur so, dass die leute was davon haben, nicht zum reinen selbstzweck. und die nachtwache war meiner meinung nach nur selbstzweck auf kosten der wachenden.
genau wie der falk, empfinde ich großen respekt vor leuten die nachtwachen durchziehen, aber wenns nach mir geht, haben die davon vorteile, oder sie müssens nicht machen. ich find den vorschlag vom captain gar nicht schlecht. insbesondere wenn jeder weiß, dass nichts passieren wird, find ichs absolut legitim zu sagen, dass das lager natürlich bewacht wird. wenn man sie gerade nicht sieht, sind sie wohl auf patrouille.

edit: na toll, der falk war schneller
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Beitrag von: Schwankus am Februar 22, 2013, 11:33:14 Vormittag
Hi,

ich bin der Schreiber, und habe am Tisch mit dem Rücken der Taverne zugewandt dieses IT wie OT nicht mitbekommen sondern nur wie selbiges Thema an die Eppsteiner herangetragen wurde, und daher angenommen das Thema Lagerwache bezog sich auf die erste Nacht. Sorry für dieses Mißverständnis. Dass zur Jagd Lagerwachen zurückgelassen worden sind hatte ich auch nicht bemerkt, da ich, ehrlich gesagt, nicht überrascht war den ein oder anderen SC am Lager bei unserer vorzeitigen Rückkehr wieder zu finden. (Gibt ja immer wieder den ein oder anderen der es nicht schafft zur Mittagszeit fit zu sein, oder der nicht mit auf die Jagd will... hätte mir einer Arbeit gegeben wäre ich auch da geblieben.)

Ich habe auch selbst niemanden zum Wache halten abgestellt, und denke dies wäre OT auch regelbar gewesen (Mein Bruder hat so eine Rüstungshalterpuppe die er Peter nennt, vielleicht hätte man das Gestell präpariert als Wache hinsetzen können um diese zu symbolisieren, sodass die zwei Armen auch etwas früher hätten schlafen können. Nachtwachen habe ich selber mit anderen Rollen auch schon genug gemacht um zu verstehen wie frustrierend es ist morgens um 3 noch rumzustehen, dann vielleicht zur Belohnung durch 2-3 Monster gestört zu werden (dann aber den IT-OT Bruch zu erleben dass trotz der Gefahr keiner aufsteht).

Grundsätzlich denke ich dass viele der Anwesenden bei diesem Conkonzept (ich war selber das erste Mal auf einem Hofhaltungs / Ambientecon) gut dazugelernt haben, sich auch weiterhin vertragen, und beim nächsten Male alles besser machen. ;-)
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Beitrag von: Holzhirn am Februar 22, 2013, 11:50:04 Vormittag
Ich nochmal,

Bitte vertieft euch nicht sosehr auf die Nachtwache. Niemand ausser der SL (und manchmal auch die nicht) kann wissen ob nachts etwas geplant ist. An Bedrohungsszenarien hatten wir neben den Steckbriefen (freilaufender Mörder, zuletzt in Dubi gesichtet wo - natürlich - einige der Gäste durchgereist sind. Er war übrigends auch am Freitag Abend in der Taverne ;-) ), einen seltsamen Druiden nebst Soldvolk, eine Bestie unbekannter Herkunft die Menschen angreift, möglw Tollwut erkranktes Tier (IT) oder so. Nebenbei haben wir auch nach der Kerze von Sol Invictus geschaut, falls irgendeiner seinen Religiösen Eifer im Löschen dieser ausdrücken möchte. Das nichts geplant war kann man vorher nicht wissen, aber zu behaupten es hätte keinen Grund und keine Gefahr gegeben ist nicht richtig.

Was mich daran gewurmt hat ist das eben ausser einem ruhelosen Seemann (Dunhall aus dem Baugewerbe, glaube ich) und dem Jagdmeister uns Gardisten niemand unterstützt hat, am morgen dann wegen dem langen Ausruhen die Brötchen alle waren ;-) und sich dann noch beschwert wurde das man uns nicht gesehen hat. Das ist aber alles nicht der SL anzulasten. Deswegen habe ich den Punkt "Nachtwache" auch bei "Conteilnehmer" eingeordnet. Ich möchte hier aber niemandem den Schwarzen Peter zuschieben und habe deswegen ganz bewusst auf Namensnennung verzichtet (zumal auch der Vorwurf der Unsichtbarkeit IT gemeint ist). Wir haben mehr als eine Person gefragt die abgelehnt hat und wir sind von mehr als einer Person gebeten worden eine Nachtwache zu stellen. Der Rest ist Geschichte und was die Beteiligten daraus entnehmen ist nicht mein Bier.


PS: Für Peter war kein Platz im Auto :/ Claudia der Rüstungsständer ist dafür mitgekommen
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Beitrag von: Captain am Februar 22, 2013, 12:27:43 Nachmittag
Das nichts geplant war kann man vorher nicht wissen...

Das ist aber alles nicht der SL anzulasten.
Da sehe ich eine Trugschluß. Wenns da draußen Spieler gibt (oder selbstständig agierende NSC Gruppen) kann mans nicht vorher wissen. Aber ausnahmslos jede der genannten Eventualitäten ist etwas das von einer Spielleitung eingesteuert wird. Und WENN diese etwas nächtliches vorhat, kann dafür auch extra ein NSC Wachmann zum Alarm schlagen eingesetzt werden. Es ist vollkommener Quatsch, wenn jener NSC die ganze Nacht stehen bleibt. Es ist nur der simle Gedanke an eine vermeintliche IT-Logik die mit brachialer Konsequenz zum Heiligtum erhoben wird, die sowas begründet.
Und mal ehrlich, ich gehe davon aus, daß die Thorlaänder Gardisten NSC waren? Wer stellt euch denn zum Wachdienst auf? Das ist doch letztlich dann auch ein SL (vielleich durch ihre Rolle hindurch).
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Beitrag von: Holzhirn am Februar 22, 2013, 12:44:00 Nachmittag
Die Bitte zur Nachtwache kam von SCs an uns, wurde bestätigt durch die Verantwortlichen NSCs und bei der Organisation waren dann auch SCs beteiligt. Die SL war da nicht eingebunden. Am nächsten Morgen hat sie uns mitgeteilt das wir es uns auch hätten schenken können, aber ich nehme an am Abend gings einfach an ihr vorbei.

Aufgezählt habe ich Dinge die von der SL kommen können, richtig. Die Sache mit der Kerze auspusten hätte aber auch von SC-Seite kommen können (Ausnahmslos wäre also mMn fehlplatziert ;-) ). Nicht genannt habe ich Versuche anderer Spieler ihre Mitspieler durch Diebstahl, Mord oder anderes zu bespaßen - was ja auf einem Hof- & Intrigencon alles schonmal so vorkommen kann ;-)
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Beitrag von: Captain am Februar 22, 2013, 14:03:21 Nachmittag
Welcher Spieler sollte denn bitte die Authorität besitzen, einen thorländischen Gardisten zum Wachdienst aufzufordern? Und warum verweist ein Gardist so jemanden dann nicht an seinen Hauptmann oder den Freiherrn? Bzw warum läßt man sich zu einem Dienst bitten an dem sich der Bittende nicht beteiligen will? Meine Hochachtung dafür, daß ihr das letztlichlich durchgezogen habt, aber auch eine religiöse Kerze oder die obscure Möglichkeit eines Mordes zwischen SC rechtfertigt keine NSC Nachtwache. Wer auf sowas aus ist findet Wege, trotz Nachtwache. Aber meist wird das eher tagsüber passieren, wenn alle davon ausgehen, daß da keiner was machen würde...
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Beitrag von: Dorodin am Februar 22, 2013, 23:07:59 Nachmittag
Die Kerze hätte man nicht auspusten können solange die Sonne noch nicht aufgegangen war, da ist sich der Peré sicher, Sol will es  ;)
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Beitrag von: Osric am Februar 25, 2013, 17:13:42 Nachmittag
Leider konnte ich aus gesundheitlichen Gründen nur wenige Stunden anwesend  sein - war dafür aber sofort vollauf und intensiv beschäftigt - danke an meine Gesprächspartner :)

Die Anmerkung, ob man die Location nicht hätte zu einer anderen Jahreszeit mieten können, kann ich (aus eigener Erfahrung) an der Stelle für die SL verneinen - diese Hütte ist auf Monate wenn nicht Jahre im Voraus ausgebucht, Termine sind in der Regel tatsächlich nur noch im Winter zu bekommen - mit allen Problemen, die dranhängen.

IT - als langjähriger General der Eppsteiner Armee war ich doch sehr erstaunt, was ich alles noch nicht über meine Wahlheimat wußte  ;D ... das möchte ich jetzt hier nicht im Detail ausführen, aber ich halte eine Abstimmung zwischen Thorland-Orga und Eppstein-Orga für dringend geboten.

Trotz aller kleinen Unzulänglichkeiten ein ausdrückliches Dankeschön an die Orga! Und ich freue mich ausdrücklich auf die Fortsetzung der Geschichte! :)
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Beitrag von: Olaf Gunnarsson am April 29, 2013, 15:02:19 Nachmittag
So, bevor ich es gar nicht mehr schaffe hier zu posten, übernehme ich - weitgehend - mein Posting aus dem Ludi Saxonici:

Die bisherige Kritik kann ich in einem Punkt durchaus nachvollziehen: Außer Gesprächen gab es fast keinen Plot.

Hat mich nicht weiter gestört, weil ich OT mit meinem Rücken zu tun hatte (inzwischen geht es zum Glück wieder).
Aber ich vermute postwendend, wäre ich körperlich topfit gewesen, hätte Hjore aufgrund mangelnder Auslastung wieder Mist gebaut. *lach*

Dennoch empfand ich alles andere als sehr schön, von der Location über die Verpflegung bis hin zu dem Rollenspiel, welches stattgefunden hat. Naja, kalt war es auf dem Heuboden, aber das hatten wir ja schon vor Ort.

Bezüglich aller anderen Angelegenheiten, wie beispielsweise Etikette, fühle ich mich weniger berufen, mich dazu zu äußern.
Titel: Re:"Aus der Tiefe des Waldes" (Thorland 2) - Feedback
Beitrag von: Schwankus am Mai 06, 2013, 14:16:04 Nachmittag
Als Abschluss des Cons will ich hier mal eine Ausgabe der Stimme von Dubi diesbezüglich anhängen.