Autor Thema: Die Henker von Paris  (Gelesen 4018 mal)

Xerberus

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Die Henker von Paris
« am: November 06, 2004, 13:31:35 Nachmittag »
Ja es ist so blutrünstig wie es sich anhört, aber es ist kein Roman den man mal eben so nebenbei liest, da es sich um Memoiren handeln.

Ich habe das erste Buch bereits gelesen und bin erstaunt was für eine Flut von Informationen enthalten ist.
Der Autor ist bei diesem Buch der letzte Henker, welcher in Paris tätig war.....komische Formulierung aber ist so.

Ich meine, obgleich das Buch ziemlich viel nebenher beschreibt und das Augenmerk wohl auf der Familiengeschichte der Sansons(der Name der Henker-Dynastie bis 1847 als der letze Henker aus dem Staatsdienst entlassen wurde) finden sich auch viele Fakten üerb die Geschichte Frankreichs.
Was nicht verwunderlich ist da ein Henker meist ein Staatsbediensteter ist und somit an der Geschichte des Staates unmittelbar beteiligt ist.

Wie ich erwähnt habe ist das kein Buch für nebenbei, da es ziemlich schwere Literatur ist, auch wenn es nur Memoiren sind, sie sind schwer zu lesen aufgrund der vielen franz. Wörter, welche Städte und Personen benennen. Ausserdem sollte man immer mal eine Pause machen wenn man einen Abschnitt gelesen hat, in welchem eine Geschichtsträchtige Hinrichtung beschrieben wird.
Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass man das Buch spätestens das erste Mal beiseite legt, nachdem man die Schilderung der Hinrichtung des Königsmörders Dante gelesen hat. Dieser wollte Ludwig XIV töten, war erfolglos, wurde jedoch mit der vollen Härte bestraft und dementsprechend ist auch die Hinrichtung.(Ich konnte nach diesem Abschnitt 2 Tage das Buch überhaupt nicht ansehen und mein Appetit war auch ziemlich herabgesetzt)
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