Autor Thema: Ende der deutschprachigen WoD  (Gelesen 19682 mal)

Darnok

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Ende der deutschprachigen WoD
« am: September 06, 2006, 18:43:28 Nachmittag »
So nun ist es raus: Feder und  Schwert will den Lizenzvertrag mit White Wolf auslaufen lassen. Das heißt die Restposten werden noch verkauft, dann gibt es keine weiteren deutschsprachigen WoD-Produkte mehr. Als Grund wird die mangelnde Akzeptanz der NWoD in Deutschland genannt, soll heißen: Es wurde zu wenig verkauft.
"Ich glaubte es wäre ein Abenteuer, aber in Wirklichkeit war es das Leben." - Joseph Conrad

Lauriel

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Re: Ende der deutschprachigen WoD
« Antwort #1 am: September 09, 2006, 16:39:07 Nachmittag »
schade  :-(
dabei hatten wir gerade geplant, die vampire:requiem-sachen auch mal auszutesten...
Die Philosophie ist ein Kampf gegen die Verhexung unseres Verstandes durch die Mittel unserer Sprache.
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Cartmann

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Re: Ende der deutschprachigen WoD
« Antwort #2 am: September 10, 2006, 09:50:13 Vormittag »
dann bleiben wir halt bei dem guten alten Maskarade.

Lord Schmodder

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Re: Ende der deutschprachigen WoD
« Antwort #3 am: September 13, 2006, 10:58:23 Vormittag »
Ist ja auch kein Wunder, bei den beschissenen Übersetzungen...
...und dann war im NWoD-Grundregelbuch auch noch ein Druck, der die komplette Charaktererschaffung ausgelassen hatte.

F&S, wie unprofessionell kann man eigentlich sein...?

Black Fire

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Re: Ende der deutschprachigen WoD
« Antwort #4 am: November 15, 2006, 17:08:16 Nachmittag »
Also ich finde Maskerade ohnehin besser.
Requiem brauch ich nicht.

Und das nicht alle White Wolf-Publikationen ihren Weg in die deutsche Sprache gefunden haben, dafür bin ich dankbar. Ich denke da nur an das unsägliche "Berlin by Night". (fröstel)

Lauriel

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Re: Ende der deutschprachigen WoD
« Antwort #5 am: November 18, 2006, 18:12:47 Nachmittag »
was gefällt dir denn an maskerade besser bzw was mißfällt dir an requiem? interessiert mich mal  :-)
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Black Fire

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Re: Ende der deutschprachigen WoD
« Antwort #6 am: November 18, 2006, 19:10:15 Nachmittag »
Gut strukturierte Clans und Organisationen, deren man sich bedienen kann auf der einen Seite.

Eine Unmenge an Blutlinien und ziemlich ungeklärte Verwandschaftsverhältnisse auf der anderen Seite.

Vielleicht auch nur die Gewohnheit.  :-D

Dureknight

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Re: Ende der deutschprachigen WoD
« Antwort #7 am: November 18, 2006, 21:33:08 Nachmittag »
Ich kann Black Fire da nur zustimmen. Requiem finde ich unübersichtlich, und ihm fehlt eben das gewisse Etwas. Meine Behauptung, dass Requiem "totaler Schrott" ist, beruth allerdings zugegebenermaßen auf Vorurteilen. Außerdem ärgert es mich, dass alle Rollenspielhersteller aus in erster Linie kommerziellen Gründen ständig neue Editionen rausbringen.
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Tyrion

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Re: Ende der deutschprachigen WoD
« Antwort #8 am: November 19, 2006, 10:44:55 Vormittag »
Und das nicht alle White Wolf-Publikationen ihren Weg in die deutsche Sprache gefunden haben, dafür bin ich dankbar. Ich denke da nur an das unsägliche "Berlin by Night". (fröstel)

Aber das ist doch, wenn auch in überarbeiteter Form, ins deuitsche Übersetzt worden.

Black Fire

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Re: Ende der deutschprachigen WoD
« Antwort #9 am: November 20, 2006, 10:12:52 Vormittag »
Hoffentlich war die überarbeitete Form dann nur halb so dick. Das müßte sie nämlich sein, wenn der ganze Blödsinn rausgekürzt worden wäre.  :cry:
Wenn Amis über Europa schreiben....*grusel*

Tyrion

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Re: Ende der deutschprachigen WoD
« Antwort #10 am: November 20, 2006, 22:33:31 Nachmittag »
Andreas Schroth aus Berlin, seit 13 Jahren dort Vampire-Larp SL, hat das Buch u.a. überarbeitet.


Black Fire

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Re: Ende der deutschprachigen WoD
« Antwort #11 am: November 22, 2006, 11:43:40 Vormittag »
Das klingt ermutigend.

Lauriel

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Re: Ende der deutschprachigen WoD
« Antwort #12 am: November 24, 2006, 17:03:27 Nachmittag »
@dureknight:
immerhin gibst du zu, daß deine meinung auf vorurteilen beruht  :wink: das scheint mir bei den meisten ansichten über requiem der fall zu sein -
die unübersichtlichkeit halte ich ehrlich gesagt gerade für einen faktor, der gegen maskerade spricht, das von sämtlichen verworrenen publikationen, metaplot usw. usf. geradezu erdrückt wurde. ich kann die entscheidung, ein neues system herauszubringen, voll und ganz nachvollziehen.
und was die "kommerziellen gründe" angeht: ich wüßte nicht, daß jemand gezwungen wurde, sich requiem zu kaufen  :wink:

@black fire:
gut strukturierte clans auf der einen seite: na, ich weiß nicht recht - den vorwurf, daß clans wie ventrue, lasombra und giovanni hinsichtlich ihres habitus quasi austauschbar sind, halte ich für berechtigt.

ich kenne requiem auch noch nicht allzu gut, würde mich aber gerne noch mehr damit auseinandersetzen, weil ich das konzept ganz interessant finde. momentan spiele ich aber maskerade und will das auch weitermachen, aber ansehen will ich mir requiem trotzdem.
ich schätze, die überwiegende ablehnung entspringt größtenteils der üblichen faulheit, wenn etwas neues erscheint - sowas ist ja nicht nur bei regeleditionen, sondern auch bei allen anderen dingen festzustellen ("das alte war aber besser/ früher waren die aber besser" - ich weiß gar nicht, wie oft ich den satz schon gehört habe...), das die erste reaktion darauf ist, daß krampfhaft am alten festgehalten wird, denn das kennt man ja schließlich schon.

womit ich ganz sicher nicht sagen will, daß ich requiem (soweit ich es bisher kenne) für fehlerlos halte (ich denke zb., daß es nicht unbedingt eine großartige idee war, alte clansnamen wieder zu verwenden) - was ich aber bemängele, ist die überwiegende träge haltung, innovationen nicht einmal eine chance geben zu wollen.
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Black Fire

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Re: Ende der deutschprachigen WoD
« Antwort #13 am: November 25, 2006, 12:16:06 Nachmittag »
Also ich sehe durchaus Unterschiede bei Ventrue/Lasombra/Giovanni in der Art der Machtausübung und Nutzung im Allgemeinen. Der einzelne Gangrel kann durchaus auch als typischer Ventrue durchgehen, wenn man ihn entsprechend anlegt.
z.B. sieht er als sein persönliches Jagdrevier den Finanz- oder Immobilienmarkt an...

Klar ist der Sprung von Ventrue zu Lasombra zu Goivanni nicht so krass, aber ich sehe dennoch die prinzipiellen Unterschiede in der Einstellung zu sich selbst und ihrer Umwelt.

Was die Faulheit bei der Umgewöhnung angeht: Geb ich dir recht. Das können wir auch gern mal zusammen angehen. (Wie denn sonst beim RPG... :-D)
Aber mir gefällt Maskerade bis jetzt einfach besser.

Lauriel

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Re: Ende der deutschprachigen WoD
« Antwort #14 am: November 27, 2006, 13:52:21 Nachmittag »
ich meinte auch nicht, daß die clans absolut austauschbar sind (lasombra sind ja noch viel toller als ventrue ^^), aber ich finde es sinnvoll, sie quasi zu einem clan zusammenzustauchen und den rest durch die blutlinien zu klären.
die unterschiede werden m.e. auch dadurch konstruiert, daß die drei clans drei fraktionen angehören, nämlich camarilla, sabbat und unabhängige. wären alle drei z.b. camarilla-clans, wären sie wahrscheinlich fast gleichzusetzen.

das gangrel-besipiel klingt lustig  :-D
kann vielleicht funktionieren, aber ich stell mir das etwas schwierig vor, wenn man dann so seine fünf tiermerkmale hat und dann noch versuchen will, in ventrue-manier durch die gegend zu stolzieren  :wink:

an sich ist es vielleicht dadurch, daß das deutsche eingestellt wird, auch eine chance: man kauft sich eben die beiden regelbücher und weiß, daß da nix mehr nachkommt. wär mal was anderes als maskerade mit seinen tausenden von publikationen *gg*
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