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Autor Thema: Bester Fantasy-Roman?  (Gelesen 33909 mal)

gemüse-ghoul

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Bester Fantasy-Roman?
« am: März 28, 2006, 16:53:13 Nachmittag »
Umfrage: Was ist der beste Fantasy-Roman, den Ihr je gelesen habt?
Ich fang mal an:

Tanith Lee - Der Herr der Nacht
"Finite players play within boundaries, infinite players play with boundaries." -- James P. Carse, Finite and Infinite Games.

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Captain

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Re: Bester Fantasy-Roman?
« Antwort #1 am: März 28, 2006, 19:21:37 Nachmittag »
Mercedes Lackey - 'The Last Herald-Mage'-Trilogie
Spielertyp nach Robin D. Laws: Storyteller 100%, Method Actor 92%, Tactician 75%, Specialist 50%, Butt-Kicker 50%, Casual Gamer 12%, Power Gamer 0%
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Delagur

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Re: Bester Fantasy-Roman?
« Antwort #2 am: März 29, 2006, 16:07:49 Nachmittag »
Stephen King - "The Dark Tower" - Septalogie
Leider noch nicht ganz fertig ^^

Phönix

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Re: Bester Fantasy-Roman?
« Antwort #3 am: März 30, 2006, 15:20:42 Nachmittag »
Micheal Stackpole ~ Düsterer Ruhm 

(ebenfalls Septalogie, allerdings fertig)
Mal eine etwas andere Fantasywelt, aber übel geil :)
Meine Fantasy-Story:
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Kritik und Anregungen erwünscht!

Lauriel

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Re: Bester Fantasy-Roman?
« Antwort #4 am: April 04, 2006, 17:19:57 Nachmittag »
H.P.Lovecraft ~ Die Traumsuche nach dem unbekannten Kadath  :-D
Die Philosophie ist ein Kampf gegen die Verhexung unseres Verstandes durch die Mittel unserer Sprache.
~ Wittgenstein, PU:109 ~

www.maskerade-dresden.de

Lastalda

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Re: Bester Fantasy-Roman?
« Antwort #5 am: April 10, 2006, 12:12:32 Nachmittag »
Also, ein einzelnes Buch würde ich da gar nciht küren wollen/können. Ich habe einige wirklich gute Fantasybücher gelesen. ich zähl mal auf, was mir einfällt.

"Der Adept" Zyklus von Katherine Kurtz und Deborah Turner Harris
Jetztzeit-Fantasy um Freimaurer, Magie und jede Menge interessante Charas.

"Valdemar" Zyklus von Mercedes Lackey, besonders die zeitigen Trilogien "Arrows" und "Last Herald Mage"
Es gibt keine (bzw. keine brauchbaren) deutschen Übersetzungen, aber sie lesen sich auch auf englisch wunderbar. Ein Muss für alle, die tiefgehende Charaktere und das quälen/traumatisieren von ebensolchen ohne dauerdepressive Stimmungen mögen.

"Die Schwarze Schar" von Glen Cook.
Die Geschichte einer Söldnerschar, erzählt aus der Perspektive des Feldschers. Stellenweise brutal, aber es passt wunderbar zusammen. Leider gibt es davon nur 3 Bände auf deutsch. :(

"Druidenblut" von Esther Friesner
AlternativeHistory-Mystery-Krimi-Fantasy-Mischung. Wirkt auf den ersten Blick sehr Sherlock Holmes-mäßig, aber unter der Fassade liegt weit mehr. Die Autorin spielt bewusst und äußerst gekonnt mit den Erwartungen des Lesers. Schubladendenken unmöglich, Lachanfälle garantiert.

Das sind erstmal die, die mir im Moment einfallen. Habe fast alle davon da und lasse mich auch zum verleihen überreden. :)
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gemüse-ghoul

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Re: Bester Fantasy-Roman?
« Antwort #6 am: April 10, 2006, 15:17:20 Nachmittag »
@Lastalda: Danke für die Ausführungen!

Also auch etwas präziser von mir:

Der Flache-Erde-Zyklus von Tanith Lee, der vollendeten Erzählerin schlechthin, umfasst:
- Der Herr der Nacht
- Der Herr des Todes
- Der Herr des Wahnsinns
- Die Herrin des Deliriums
- angeblich noch “Nächtliche Zauber”, habe ich aber nicht.
Es geht dabei um dämonische Fürsten, welche Menschen als Spielzeug ansehen und deren leben entsprechend in verschiedenen Episoden außergewöhnliche Schicksale bevostehen können. Es gibt dabei in jedem Roman durchgehende Handlung, welche jedes mal weitgehend abgeschlossen wird. Dominierende Themen sind Liebe und Tod, Sehnsucht und Hass, Schönheit und tragische Schicksale. Märchen für Erwachsene eben.
Ihre Bücher liegen in der nicht-tolkienschen Erzähltradition etwa auf der Linie von Lord Dunsany (von dem ich noch nichts gelesen habe), Clark Ashton Smith (Brieffreund von H.P.Lovecraft), Michael Moorcock und Jack Vance.

Auch empfehlenswert sind trotz der schlechten Übersetzung noch Geheimnisse von Paradys 1 + 2: Unheimlich Phantastik in einer halbrealen historischen Welt in der uralten Stadt Paradys, welche wahrscheinlich in Nordfrankreich liegt. Ich stelle mir das vor wie eine Art abgekapselte Ravenloft-Domäne.

Michael Moorcock:
Am bekanntesten ist ja seine Elric-Serie, auf der zwei RPGs basieren. Meine Empfehlung ist aber “Gloriana”, ein Roman um eine Zerrspiegelung / Parallelwelt, in welcher die “unerfüllte Königin” Gloriana (= Elizabeth I., “Jungfräuliche Königin”, “Feenkönigin” etc.) vom Volk regelrecht angebetet wird, aber ihre Sehnsüchte  Pflichten unterordnen muss. Extrem überschwenglicher Stil, das erste Kapitel ist geradezu kafkaesk in der Beschreibung des Palastes. Es geht nebenbei noch um propagandistisches Blendwerk und innere Verdorbenheit.

Jack Vance:
Hat leider nur 2 reine Fantasy-Zyklen geschrieben. Sein Stil ist ebenfalls überschwenglich exotisch-detailreich-rätselhaft; als Leser verbringt man nur 50% der Zeit mit lesen, da man den Rest braucht, um sich die Welt auszumalen, die er beschreibt. Im Gegensatz zu Lord Dunsany und C.A.Smith ist sein Stil aber nicht pseudo-altertümlich und schwerfällig, sondern modern und flüssig.
Sein Zyklus “Dying Earth”, zu dem es auch ein gleichnamiges Rollenspiel gibt, ist als Sammelband “Tales of the Dying Earth” mit den 4 Romanen erhältlich, die beiden besseren um den Dieb und Möchtegernmagier Cugel den Schlauen sind auch neu auf deutsch in einem Band erschienen, wie der aktuelle Envoyer (http://www.envoyer.de/) meldet. Die Sterbende Erde ist eindeutig von C.A.Smiths Zothique-Zyklus abgeleitet (zu dem es auch bald ein Rollenspiel in normaler und in D20-Fassung gibt: http://www.eldritchdark.com/misc/zothique_rpg_presentation.html), in beiden Fällen haben wir eine verfallene, dem baldigen Untergang geweihte Welt voller Dekadenz, Eigensucht und Bosheit.

Der “Koran” der Fantasy:
Smith, Vance und Lee plündern natürlich gleichermaßen in der Geschichtensammlung, welche die Träume des Westens von exotischen Märchen stark geprägt hat: die Erzählungen aus 1001 Nacht! Im arabischen Raum wurde diese Geschichtensammlung mit der Zeit stark verwässert, verändert und aufgebauscht, im Westen durch zahlreiche Übersetzungen und Verfälschungen ebenfalls.
Die älteste erhaltene Schriftfassung stammt aus dem 14. Jahrhundert. Es gibt auch eine englischsprachige und eine deutsche Fassung davon. Fein nuancierter Humor und poetische Verse sind darin raffiniert mit derben Späßen und expliziten Sex-Abenteuern gemischt. Das ist die Fassung, die man lesen sollte!
« Letzte Änderung: April 13, 2006, 10:28:09 Vormittag von gemüse-ghoul »
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Lastalda

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Re: Bester Fantasy-Roman?
« Antwort #7 am: April 10, 2006, 16:08:43 Nachmittag »
No prob.

Wäre nett, wenn auch die anderen je ein paar Worte dazu verlieren würden, was das für Bücher sind, die sie da empfehlen, und was ihnen daran gefallen hat. Ich meine, Titel und Autorname sind nicht unbedingt das Vielsagendste auf der Welt...
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Delagur

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Re: Bester Fantasy-Roman?
« Antwort #8 am: April 10, 2006, 18:17:51 Nachmittag »
Tjaaa - Nagut
Stephen King - The Dark Tower (Schwarz, tot, Drei, Glas, Wolfsmond, Susannah, Der Turm)
Wers noch nicht kennt:

Es spielt in einer Multidimensionalen Paralellwelt namens Mittwelt. Diese Welt ist schon sehr alt und erinnert ein wenig an den wilden Westen. Sie ist geprägt von dem Mythos eines alten Volkes welches über deutlich mehr Technische Macht verfügte als wir heutzutage. Die Hauptperson ist der Revolvermann Roland und der dunkle Turm, der alle Welten zusammenhält. Doch die Stabilität trügt. Mit der Zeit verschwimmen die Grenzen zwischen den einzelenen Welten und der Turm verfällt langsam aber unaufhaltsam. Roland macht sich auf die Suche nach dem dunklen Turm, der irgendwo mitten in Mittwelt stehen soll.

Wie die Serie endet.. keine Ahnung, bin erst beim Fünften.  :-D
Aber bisher waren alle Teile einfach herrlich .. naja fast. Glas ist sehr langgezogen, da kann man schnell die Lust verlieren.

So da habt ihr eure etwas ausführlichere Beschreibung.  :-)

Amina

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Re: Bester Fantasy-Roman?
« Antwort #9 am: April 19, 2006, 13:08:48 Nachmittag »
Tamora Pierce: Alanna (Tetralogie)

Ist für mich das beste Jugendbuch aus dem Bereich und besticht vor allem durch seine Aufrichtigkeit.

Tolkien: Silmarillion

Ist ein Klassiker und hat mich sehr gefangen und berührt.

Hesse: Glasperlenspiel

kaum jemand würde vermutlich Hesse als Fantasyautoren bezeichnen, aber der Entwurf einer nur der Selbsterfahrung dienenden Gemeinschaft ist wirklich schon sehr fantastisch.

Lastalda

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Re: Bester Fantasy-Roman?
« Antwort #10 am: Mai 22, 2006, 09:36:04 Vormittag »
Nicht unbedingt klassische Fantasy, aber doch definitiv Phantastik von der richtig guten Sorte:
Die "His dark Materials"-Trilogie von Philip Pullman. Ich weiß nicht, wie die Übersetzung so ist, aber das Original ("Northern Lights", "The Subtle Knife", "The Amber Spyglass") ist wirklich lesenswert.
Die ersten 50 Seiten fand ich noch relativ schwach, aber dann wurde es besser und im letzten Drittel wurde der erste Band richtig gut. Der zweite war der Oberhammer, der dritte ebenfalls gut (wobei der für meinen geschmack nen Ticken zu viel zwischen den vielen verschiedenen Handlungssträngen sprang - aber nicht so, dass man die Übersicht verloren hätte.
Das ganze spielt innerhalb der Handlung mit so netten Ideen wie der Parallelwelten-Theorie, der Frage nach Gott, Engeln, Hexen, Evolution und noch mehr Sachen, die Spaß machen. :)
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Amina

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Re: Bester Fantasy-Roman?
« Antwort #11 am: Mai 22, 2006, 16:08:33 Nachmittag »

zu Lastalda:
Am besten ist der Panzereisbär (Igor Bjarneson?).
Ich glaube die Serie hat im Deutschen keinen Einheitlichen Namen, die Bücher sind aber unter "Der goldene Kompass", "Das magische Messer" und "Das Bersteinteleskop" erschienen.
Die Idee mit den Daemonen ist ja nicht neu aber hervorragend umgesetzt und hat mir fürs Rollenspiel schon viel gebracht.

Empefehlenswert, wenn man Pullman mag ist auch die Sally Lockhardt - Trilogie, allerdings weniger Fantasy sondern mehr historischer Roman (Achtziger Jahre des 19. JH). Frauenpower und die netten Einblicke in ein engagiertes Fotostudio fand ich besonders reizend.

Razhiel

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Re: Bester Fantasy-Roman?
« Antwort #12 am: Mai 23, 2006, 00:22:02 Vormittag »
Also ich habe sie noch nicht zuende gelesen:

Aber im Vergleich zu allen anderne Büchern, die ich in den letzten Jahre gelesen habe

Tad Williams' Osten Ard - Saga (Der Drachenbeinthron, Der Abschiedsstein, Die Nornenkönigin, Der Engelsturm)
Gugelgilde e.V. - Verein für Live- und Tischrollenspiel
www.gugelgilde.de

Eine Veranstaltung im Jahr 2010:
Mittland VII - Schwarze Witwe (19. bis 22.08.2010) - die Mittland-Orga lädt ein.

Ferun

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Re: Bester Fantasy-Roman?
« Antwort #13 am: Mai 23, 2006, 21:41:25 Nachmittag »
Kennt sicher auch jeder, aber für mich trotzdem eine 1A Fantasy Triologie

Markus Heitz: Die Zwerge, Der Krieg der Zwerge, die Rache der Zwerge.
Ebenfalls sejr gut finde ich alle anderen Bände aus dieser Richtung( mit einer Außnahme: Die Drachen!)
Aber umwerfender alsalles andere : Der Herr der Ringe, was denn sonst.
"Ích bin leidenschaftlich gernlicher Sprachvergewaltiger"

Aus Licht wird Sein, aus Sein wird werden, aus werden wird Wissen, aus Wissen wird Macht und aus Macht wird Gier

Fanatsy ist all das was du siehst wenn du die Augen schließt

Lastalda

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Re: Bester Fantasy-Roman?
« Antwort #14 am: Mai 27, 2006, 18:57:16 Nachmittag »
@Amila:
Ja, die gepanzerten Bären sind großartig! (Der Chara hieß Iorek Byrnison)
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