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Autor Thema: [Rezension] Roter Fluss  (Gelesen 3900 mal)

Darnok

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[Rezension] Roter Fluss
« am: Januar 25, 2005, 21:13:37 Nachmittag »


Wie schreiben das Jahr 597 BF in Aventurien. Die Thorwaler haben die Herrschaft der Priesterkaiser abgeschüttelt. Thorwalsche Siedler sind entlang des Bodir in die Orksteppe vorgedrungen und haben sich niedergelassen. Zentrum Bodironiens ist die Stadt Myrburg, das heutige Phexcaer.
Der Stadt steht eine schwere Zeit bevor, denn die Orks der Zholochai sammeln sich um die Menschen zu vertreiben.
Wie das Ganze schließlich ausgeht, dürfte DSA-Experten bekannt sein, das ist leider der Nachteil "historischer" Romane. Doch bis dahin fließt viel Wasser den Bodir hinab.

"Roter Fluss" erzählt insbesondere die Geschichte von Hjalgar Herjulfsson in dieser Zeit, einem Thorwaler der aufgrund der Walwut von seiner Sippe verstoßen wurde. Er ist ein verbitterter Mann, der, da er von den Menschen gemieden wird, mit den Orks Handel treibt und ihnen Waffen verkauft. Doch dabei trifft er auf eine Gruppe von Frauen die von den Orks gefangen genommen wurde. Obwohl er sich für abgehärtet hält lässt ihr Blick ihn nicht mehr los und so nimmt er eine schwierige Aufgabe auf sich...

Daniela Knor hat mit Roter Fluss einen Roman geschrieben der den Leser von Beginn an packt.
Mit Hjalgar hat sie einen interessanten Protagonisten geschaffen, der eine alles andere als normale Sicht auf die thorwalsche Kultur einbringt.
Leider schafft die Handlung es nicht den Spannungsbogen durchzuhalten, das Buch wird mit der Zeit stellenweise regelrecht eintönig, da hilft es auch nicht, dass Daniela Knor mit der Zeit immer mehr Handlungsstränge eröffnet die am Ende wieder zusammenlaufen, der Spannungsbogen reicht nicht über die gesamten 350 Seiten und am Ende ersäuft alles im Schmalz des Happy Ends.
Denn abgesehen von Hjalgar bleiben alle anderen Charaktere seltsam eindimensional, die Motive für ihr Handeln werden kaum deutlich, besonders auffällig wird dies bei den Intrigen innerhalb der Mauern Myrburgs.

Erzählt wird die Handlung größtenteils von einem allwissendem Erzähler, aber gelegentlich kommt auch Hjalgar selbst zu Wort. Nur ist leider in diesen Passagen kaum ein Unterschied zu erkennen, so dass dieses Stilmittel nicht zur Stimmung beiträgt.
Dass jedes dritte Kapitel mit einem Cliffhanger endet scheint dagegen von der Autorin als spannungssteigernd angesehen zu werden, was es leider nicht immer ist.

Positiv fällt dagegen die Charakterisierung der Orks auf, auch wenn diese nur in Nebenrollen als eigenständige Akteure auftreten und ansonsten vor allem in Form des großen Heeres präsent sind.
Ergänzt wird der Roman durch den gewohnten Glossar, besser sind allerdings noch die gelegentlichen Fußnoten die einem das Nachblättern ersparen.

Alles in allem ist "Roter Fluss" ein durchschnittlicher DSA-Roman, der in der aventurischen Vergangenheit angesiedelt ist. Freunde von Thorwalern als Schmusebarbaren und Siedlern im Orkland kommen sicher auf ihre Kosten, ebenso wie alle die die DSA-Romanreihe mögen.



Falls jemand das Buch kaufen möchte: Ich würde mein Exemplar abgeben.
"Ich glaubte es wäre ein Abenteuer, aber in Wirklichkeit war es das Leben." - Joseph Conrad

Samuron

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Re: [Rezension] Roter Fluss
« Antwort #1 am: Januar 28, 2005, 12:27:45 Nachmittag »
Wieviel willst´n dafür ham das interressiert mich
Ansonsten finde ich das gut, und würde mich dafür anmelden
Wer denkt etwas zu sein, hat aufgehört was zu werden.

http://www.monstersgame.biz/?ac=vid&vid=534111
Server 3:
sollte wer Vampir sein, gebt Samuron als Erschaffer ein
entscheidet ihr euch für Wehrwolf, dann ist Mironas euer Erschaffer

baumelb

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Re: [Rezension] Roter Fluss
« Antwort #2 am: Februar 05, 2005, 02:56:14 Vormittag »
falls das buch noch nicht weggegangen ist, würde ich mich auch dafür interessieren.

Darnok

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Re: [Rezension] Roter Fluss
« Antwort #3 am: Februar 05, 2005, 14:28:15 Nachmittag »
Sorry, ging bereits an Samuron.
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