Dresden spielt!

Allgemeines => Literatur => Thema gestartet von: gemüse-ghoul am März 28, 2006, 16:53:13 Nachmittag

Titel: Bester Fantasy-Roman?
Beitrag von: gemüse-ghoul am März 28, 2006, 16:53:13 Nachmittag
Umfrage: Was ist der beste Fantasy-Roman, den Ihr je gelesen habt?
Ich fang mal an:

Tanith Lee - Der Herr der Nacht
Titel: Re: Bester Fantasy-Roman?
Beitrag von: Captain am März 28, 2006, 19:21:37 Nachmittag
Mercedes Lackey - 'The Last Herald-Mage'-Trilogie
Titel: Re: Bester Fantasy-Roman?
Beitrag von: Delagur am März 29, 2006, 16:07:49 Nachmittag
Stephen King - "The Dark Tower" - Septalogie
Leider noch nicht ganz fertig ^^
Titel: Re: Bester Fantasy-Roman?
Beitrag von: Phönix am März 30, 2006, 15:20:42 Nachmittag
Micheal Stackpole ~ Düsterer Ruhm 

(ebenfalls Septalogie, allerdings fertig)
Mal eine etwas andere Fantasywelt, aber übel geil :)
Titel: Re: Bester Fantasy-Roman?
Beitrag von: Lauriel am April 04, 2006, 17:19:57 Nachmittag
H.P.Lovecraft ~ Die Traumsuche nach dem unbekannten Kadath  :-D
Titel: Re: Bester Fantasy-Roman?
Beitrag von: Lastalda am April 10, 2006, 12:12:32 Nachmittag
Also, ein einzelnes Buch würde ich da gar nciht küren wollen/können. Ich habe einige wirklich gute Fantasybücher gelesen. ich zähl mal auf, was mir einfällt.

"Der Adept" Zyklus von Katherine Kurtz und Deborah Turner Harris
Jetztzeit-Fantasy um Freimaurer, Magie und jede Menge interessante Charas.

"Valdemar" Zyklus von Mercedes Lackey, besonders die zeitigen Trilogien "Arrows" und "Last Herald Mage"
Es gibt keine (bzw. keine brauchbaren) deutschen Übersetzungen, aber sie lesen sich auch auf englisch wunderbar. Ein Muss für alle, die tiefgehende Charaktere und das quälen/traumatisieren von ebensolchen ohne dauerdepressive Stimmungen mögen.

"Die Schwarze Schar" von Glen Cook.
Die Geschichte einer Söldnerschar, erzählt aus der Perspektive des Feldschers. Stellenweise brutal, aber es passt wunderbar zusammen. Leider gibt es davon nur 3 Bände auf deutsch. :(

"Druidenblut" von Esther Friesner
AlternativeHistory-Mystery-Krimi-Fantasy-Mischung. Wirkt auf den ersten Blick sehr Sherlock Holmes-mäßig, aber unter der Fassade liegt weit mehr. Die Autorin spielt bewusst und äußerst gekonnt mit den Erwartungen des Lesers. Schubladendenken unmöglich, Lachanfälle garantiert.

Das sind erstmal die, die mir im Moment einfallen. Habe fast alle davon da und lasse mich auch zum verleihen überreden. :)
Titel: Re: Bester Fantasy-Roman?
Beitrag von: gemüse-ghoul am April 10, 2006, 15:17:20 Nachmittag
@Lastalda: Danke für die Ausführungen!

Also auch etwas präziser von mir:

Der Flache-Erde-Zyklus von Tanith Lee, der vollendeten Erzählerin schlechthin, umfasst:
- Der Herr der Nacht
- Der Herr des Todes
- Der Herr des Wahnsinns
- Die Herrin des Deliriums
- angeblich noch “Nächtliche Zauber”, habe ich aber nicht.
Es geht dabei um dämonische Fürsten, welche Menschen als Spielzeug ansehen und deren leben entsprechend in verschiedenen Episoden außergewöhnliche Schicksale bevostehen können. Es gibt dabei in jedem Roman durchgehende Handlung, welche jedes mal weitgehend abgeschlossen wird. Dominierende Themen sind Liebe und Tod, Sehnsucht und Hass, Schönheit und tragische Schicksale. Märchen für Erwachsene eben.
Ihre Bücher liegen in der nicht-tolkienschen Erzähltradition etwa auf der Linie von Lord Dunsany (von dem ich noch nichts gelesen habe), Clark Ashton Smith (Brieffreund von H.P.Lovecraft), Michael Moorcock und Jack Vance.

Auch empfehlenswert sind trotz der schlechten Übersetzung noch Geheimnisse von Paradys 1 + 2: Unheimlich Phantastik in einer halbrealen historischen Welt in der uralten Stadt Paradys, welche wahrscheinlich in Nordfrankreich liegt. Ich stelle mir das vor wie eine Art abgekapselte Ravenloft-Domäne.

Michael Moorcock:
Am bekanntesten ist ja seine Elric-Serie, auf der zwei RPGs basieren. Meine Empfehlung ist aber “Gloriana”, ein Roman um eine Zerrspiegelung / Parallelwelt, in welcher die “unerfüllte Königin” Gloriana (= Elizabeth I., “Jungfräuliche Königin”, “Feenkönigin” etc.) vom Volk regelrecht angebetet wird, aber ihre Sehnsüchte  Pflichten unterordnen muss. Extrem überschwenglicher Stil, das erste Kapitel ist geradezu kafkaesk in der Beschreibung des Palastes. Es geht nebenbei noch um propagandistisches Blendwerk und innere Verdorbenheit.

Jack Vance:
Hat leider nur 2 reine Fantasy-Zyklen geschrieben. Sein Stil ist ebenfalls überschwenglich exotisch-detailreich-rätselhaft; als Leser verbringt man nur 50% der Zeit mit lesen, da man den Rest braucht, um sich die Welt auszumalen, die er beschreibt. Im Gegensatz zu Lord Dunsany und C.A.Smith ist sein Stil aber nicht pseudo-altertümlich und schwerfällig, sondern modern und flüssig.
Sein Zyklus “Dying Earth”, zu dem es auch ein gleichnamiges Rollenspiel gibt, ist als Sammelband “Tales of the Dying Earth” mit den 4 Romanen erhältlich, die beiden besseren um den Dieb und Möchtegernmagier Cugel den Schlauen sind auch neu auf deutsch in einem Band erschienen, wie der aktuelle Envoyer (http://www.envoyer.de/) meldet. Die Sterbende Erde ist eindeutig von C.A.Smiths Zothique-Zyklus abgeleitet (zu dem es auch bald ein Rollenspiel in normaler und in D20-Fassung gibt: http://www.eldritchdark.com/misc/zothique_rpg_presentation.html), in beiden Fällen haben wir eine verfallene, dem baldigen Untergang geweihte Welt voller Dekadenz, Eigensucht und Bosheit.

Der “Koran” der Fantasy:
Smith, Vance und Lee plündern natürlich gleichermaßen in der Geschichtensammlung, welche die Träume des Westens von exotischen Märchen stark geprägt hat: die Erzählungen aus 1001 Nacht! Im arabischen Raum wurde diese Geschichtensammlung mit der Zeit stark verwässert, verändert und aufgebauscht, im Westen durch zahlreiche Übersetzungen und Verfälschungen ebenfalls.
Die älteste erhaltene Schriftfassung stammt aus dem 14. Jahrhundert. Es gibt auch eine englischsprachige und eine deutsche Fassung davon. Fein nuancierter Humor und poetische Verse sind darin raffiniert mit derben Späßen und expliziten Sex-Abenteuern gemischt. Das ist die Fassung, die man lesen sollte!
Titel: Re: Bester Fantasy-Roman?
Beitrag von: Lastalda am April 10, 2006, 16:08:43 Nachmittag
No prob.

Wäre nett, wenn auch die anderen je ein paar Worte dazu verlieren würden, was das für Bücher sind, die sie da empfehlen, und was ihnen daran gefallen hat. Ich meine, Titel und Autorname sind nicht unbedingt das Vielsagendste auf der Welt...
Titel: Re: Bester Fantasy-Roman?
Beitrag von: Delagur am April 10, 2006, 18:17:51 Nachmittag
Tjaaa - Nagut
Stephen King - The Dark Tower (Schwarz, tot, Drei, Glas, Wolfsmond, Susannah, Der Turm)
Wers noch nicht kennt:

Es spielt in einer Multidimensionalen Paralellwelt namens Mittwelt. Diese Welt ist schon sehr alt und erinnert ein wenig an den wilden Westen. Sie ist geprägt von dem Mythos eines alten Volkes welches über deutlich mehr Technische Macht verfügte als wir heutzutage. Die Hauptperson ist der Revolvermann Roland und der dunkle Turm, der alle Welten zusammenhält. Doch die Stabilität trügt. Mit der Zeit verschwimmen die Grenzen zwischen den einzelenen Welten und der Turm verfällt langsam aber unaufhaltsam. Roland macht sich auf die Suche nach dem dunklen Turm, der irgendwo mitten in Mittwelt stehen soll.

Wie die Serie endet.. keine Ahnung, bin erst beim Fünften.  :-D
Aber bisher waren alle Teile einfach herrlich .. naja fast. Glas ist sehr langgezogen, da kann man schnell die Lust verlieren.

So da habt ihr eure etwas ausführlichere Beschreibung.  :-)
Titel: Re: Bester Fantasy-Roman?
Beitrag von: Amina am April 19, 2006, 13:08:48 Nachmittag
Tamora Pierce: Alanna (Tetralogie)

Ist für mich das beste Jugendbuch aus dem Bereich und besticht vor allem durch seine Aufrichtigkeit.

Tolkien: Silmarillion

Ist ein Klassiker und hat mich sehr gefangen und berührt.

Hesse: Glasperlenspiel

kaum jemand würde vermutlich Hesse als Fantasyautoren bezeichnen, aber der Entwurf einer nur der Selbsterfahrung dienenden Gemeinschaft ist wirklich schon sehr fantastisch.
Titel: Re: Bester Fantasy-Roman?
Beitrag von: Lastalda am Mai 22, 2006, 09:36:04 Vormittag
Nicht unbedingt klassische Fantasy, aber doch definitiv Phantastik von der richtig guten Sorte:
Die "His dark Materials"-Trilogie von Philip Pullman. Ich weiß nicht, wie die Übersetzung so ist, aber das Original ("Northern Lights", "The Subtle Knife", "The Amber Spyglass") ist wirklich lesenswert.
Die ersten 50 Seiten fand ich noch relativ schwach, aber dann wurde es besser und im letzten Drittel wurde der erste Band richtig gut. Der zweite war der Oberhammer, der dritte ebenfalls gut (wobei der für meinen geschmack nen Ticken zu viel zwischen den vielen verschiedenen Handlungssträngen sprang - aber nicht so, dass man die Übersicht verloren hätte.
Das ganze spielt innerhalb der Handlung mit so netten Ideen wie der Parallelwelten-Theorie, der Frage nach Gott, Engeln, Hexen, Evolution und noch mehr Sachen, die Spaß machen. :)
Titel: Re: Bester Fantasy-Roman?
Beitrag von: Amina am Mai 22, 2006, 16:08:33 Nachmittag

zu Lastalda:
Am besten ist der Panzereisbär (Igor Bjarneson?).
Ich glaube die Serie hat im Deutschen keinen Einheitlichen Namen, die Bücher sind aber unter "Der goldene Kompass", "Das magische Messer" und "Das Bersteinteleskop" erschienen.
Die Idee mit den Daemonen ist ja nicht neu aber hervorragend umgesetzt und hat mir fürs Rollenspiel schon viel gebracht.

Empefehlenswert, wenn man Pullman mag ist auch die Sally Lockhardt - Trilogie, allerdings weniger Fantasy sondern mehr historischer Roman (Achtziger Jahre des 19. JH). Frauenpower und die netten Einblicke in ein engagiertes Fotostudio fand ich besonders reizend.
Titel: Re: Bester Fantasy-Roman?
Beitrag von: Razhiel am Mai 23, 2006, 00:22:02 Vormittag
Also ich habe sie noch nicht zuende gelesen:

Aber im Vergleich zu allen anderne Büchern, die ich in den letzten Jahre gelesen habe

Tad Williams' Osten Ard - Saga (Der Drachenbeinthron, Der Abschiedsstein, Die Nornenkönigin, Der Engelsturm)
Titel: Re: Bester Fantasy-Roman?
Beitrag von: Ferun am Mai 23, 2006, 21:41:25 Nachmittag
Kennt sicher auch jeder, aber für mich trotzdem eine 1A Fantasy Triologie

Markus Heitz: Die Zwerge, Der Krieg der Zwerge, die Rache der Zwerge.
Ebenfalls sejr gut finde ich alle anderen Bände aus dieser Richtung( mit einer Außnahme: Die Drachen!)
Aber umwerfender alsalles andere : Der Herr der Ringe, was denn sonst.
Titel: Re: Bester Fantasy-Roman?
Beitrag von: Lastalda am Mai 27, 2006, 18:57:16 Nachmittag
@Amila:
Ja, die gepanzerten Bären sind großartig! (Der Chara hieß Iorek Byrnison)
Titel: Re: Bester Fantasy-Roman?
Beitrag von: darkrose15 am Mai 28, 2006, 13:39:14 Nachmittag
ich finde jede menge bücher gut...
- die fliessende Königin- trilogie von kai meyer ist nicht schlecht
- herr der ringe natürlich, ist schliesslich ein klassiker
- Eragon von christopher paolini ( trilogie unvollendet bis jetzt es fehlt der letzte teil)
- harry potter aber wird auf dauer n bisschen langweilig, is immer das gleiche..*grins*
- die wellenreiter-trilogie von kai meyer, ( is mit viel piraten und magie, echt spannend!)
- die trilogie von phillip pullman ( die bei mir in frankreich " les royaumes du nord" heisst)
- alanna ist auch ziemlich gut wenn ich auch leider nur die beiden ersten gelesen hab.
- die avalon reihe von marion zimmer-bradley, ein klassiker
- " Rheingold" von stefan grundy
- der drachenreiter von cornelia funke, ist aber mehr was für die jüngeren

so hab glaub ich nix vergessen vielleicht fällt mir ja noch was ein... lol
Titel: Re: Bester Fantasy-Roman?
Beitrag von: Maeibimathana am Mai 28, 2006, 19:31:50 Nachmittag
hmm irgendwie vermisse ich bei den bisher genannten Büchern ein paar Werke von David Eddings

z.B The Belgariad 1  & The Malloreon 2

oder The Elenium 3 & The Tamuli 4

oder (von David & Leigh Eddings) The Redemption of Althalus

auf jeden Fall alle lesenswert  :wink:

1 (1.Pawn of Prophecy  2.Queen of Sorcery  3.Magician's Gambit  4.Castle of Wizardry  5.Enchanters' End Game)
2 (1.Guardians of the West  2.King of the Murgos  3.Demon Lord of Karanda  4.Sorceress of Darshiva  5.The Seeress of Kell)
3 (1.The Diamond Throne  2.The Ruby Knight  3.The Sapphire Rose)
4 (1.Domes of Fire  2.The Shining Ones  3.The Hidden City)
Titel: Re: Bester Fantasy-Roman?
Beitrag von: Ferun am Mai 28, 2006, 20:08:34 Nachmittag
Alles Englisch :?
Titel: Re: Bester Fantasy-Roman?
Beitrag von: Amina am Mai 28, 2006, 20:45:57 Nachmittag


hmm irgendwie vermisse ich bei den bisher genannten Büchern ein paar Werke von David Eddings


Das liegt bestimmt daran, das das Thema BESTER Fantasy-Roman ist.

Und David Eddings ist nicht schlecht aber bestimmt nicht der Beste.
(auch wenn Ritter Sperber und sein Pferd wenigstens im ersten Band noch sehr interessant waren.)
Eddings liefert ganz gute, fürs RP sicher verwertbare Ideen und relativ stimmige Universen, aber irgendwie am Ende leider doch nur Stereotypen.
Ist ja aber nur meine Meinung.
Titel: Re: Bester Fantasy-Roman?
Beitrag von: Maeibimathana am Mai 29, 2006, 00:52:57 Vormittag
Und David Eddings ist nicht schlecht aber bestimmt nicht der Beste.
Eddings liefert ganz gute, fürs RP sicher verwertbare Ideen und relativ stimmige Universen, aber irgendwie am Ende leider doch nur Stereotypen.
Ist ja aber nur meine Meinung.

dann solltest du mal The Redemption of Althalus lesen *g*
Titel: Re: Bester Fantasy-Roman?
Beitrag von: Adrian am Mai 30, 2006, 09:21:08 Vormittag
Perry Rhodan Silberband 1 bis X, wobei X die Nummer des Bandes ist den ich aktuell lese.
Titel: Re: Bester Fantasy-Roman?
Beitrag von: Lastalda am Juni 02, 2006, 15:47:54 Nachmittag
Welchen liest du denn grad? :D
Und wo wir dabei sind: die ATLAN-Bände sind auch sehr schön. Besseren Geschichtsunterricht gibt's nicht (vielleicht abgesehen von den "Es war einmal"-Serien)!
Titel: Re: Bester Fantasy-Roman?
Beitrag von: Black Fire am November 15, 2006, 22:44:18 Nachmittag
Ich stehe sehr auf Pratchett.
Wobei ich aber die Ideen von Kelly Armstrong in ihren "Wölfin"-Büchern auch nicht schlecht finde.
Besonders hervorheben möchte ich aber "Die letzte Schlacht der Orks". Der Autor ist mir grad entfallen.
Titel: Re: Bester Fantasy-Roman?
Beitrag von: Delagur am November 15, 2006, 23:35:27 Nachmittag
Kennt jemand "Das Dreizehnte Talent"? Von Sheri S. Tepper
Irgendwie witziges Buch aber durchaus äußerst unbekannt deswegen frag ich. Vielleicht besorg ich mir doch einmal die ersten zwei Bände von dieser Mini-Saga. ^^
Titel: Re: Bester Fantasy-Roman?
Beitrag von: Alexander am November 24, 2006, 09:42:28 Vormittag
Meine Lieblings-Fantasybücher in letzter Zeit waren neben Lois McMaster-Bujold´s "Chalions Fluch" eindeutig
Dave Duncans Bücher rund um des Königs Klingen ("Die vergoldete Kette","Der Herr des Feuerlandes", "Schwur der Schwerter", "Die verlorene Klinge")

Ist eher eine Art ungewöhnlicher Mantel-und-Degen-Fantasy, sozusagen Musketierromane mit Fantasy gewürzt.
Wobei der "Hauptfeind" des Landes, in dem drei der vier Bücher spielen, eine Art Wikingerzivilisation ist..
und aus der Sicht eines Prinzen dieser Zivilisation ist "Der Herr des Feuerlandes" geschrieben.
Fantasy einmal ohne Schwarz-Weiß- und vor allem ohne die ewig gleichen "Jungspund-verhindert-Weltuntergang-weil-er´s-als-einziger-draufhat"-Klischees...herrlich!

Außerdem haben alle vier Bücher mehr oder weniger die gleichen Protagonisten, die sich gegenseitig aber nicht unbedingt grün sind;
und jedes Buch wird aus der Sicht eines Anderen geschreiben.
Titel: Re: Bester Fantasy-Roman?
Beitrag von: Tyrion am November 24, 2006, 13:01:56 Nachmittag
Moin,

meine Lieblings-Fantasy Bücher:

Platz 1: Das Lied von Eis und Feuer - George R. R. Martin    wer die nicht kennt, hat echt ein Versäumnis

Platz 2: Melanie Rawn:  Eigentlich alles von ihr

Platz 3: Raymund Feist Midkemia und die folgenden Zyklen

Titel: Re: Bester Fantasy-Roman?
Beitrag von: Lauriel am November 24, 2006, 17:39:52 Nachmittag
ich hab hier zwar schon mal gepostet, aberhier schreiben ja viele mehrere titel, also mach ich das auch mal.
der schon einmal erwähnte titel gilt zwar immer noch, aber es gibt ja noch jede menge anderer toller fantasy-literatur:
arthur machen und lord dunsany sind toll, und was neuere bücher angeht, gefällt mir gerade "jonathan strange & mr norrell" von susanna clarke ganz gut  :-)
Titel: Re: Bester Fantasy-Roman?
Beitrag von: gemüse-ghoul am November 27, 2006, 18:14:14 Nachmittag
lord dunsany
Nenn doch mal eine paar Titel bitte!  :-)
Titel: Re: Bester Fantasy-Roman?
Beitrag von: Lauriel am Dezember 01, 2006, 13:44:33 Nachmittag
lord dunsany
Nenn doch mal eine paar Titel bitte!  :-)

auf deutsch erschienen z.b. das fenster zur anderen welt, eine sammlung von erzählungen.
Titel: Re: Bester Fantasy-Roman?
Beitrag von: Schelachar am Februar 12, 2007, 00:30:47 Vormittag
also, hier stehn echt schon n haufen guter bücher drin,
darf an dieser stelle jedoch den Darkover-Zyklus von Marion Zimmer Bradley empfehlen, bis auf wenige ausnahmen ist jedes buch der reihe klasse
Titel: Re: Bester Fantasy-Roman?
Beitrag von: Elysa am Juli 15, 2007, 21:03:02 Nachmittag
oh es gibt viele Gute Fantasy Romane

Ich mag sehr
-Elric von Melniboné (sehr tolles Buch)
-Die Schwarze Schar-Reihe
-Harry Potter (wo bei ich den 5 total mieß fand)
-Schattenkinder (ist zwar mehr ein Kinderbuch aber es is trotzdem sehr angenehm zu lesen)
-Eragon (den ersten hat ich in 13h duch^^)
joa ansonsten die Liste würde sich noch um einiges verlängern^^
Titel: Re: Bester Fantasy-Roman?
Beitrag von: Tobsucht am Februar 14, 2008, 00:11:02 Vormittag
Da hier schon seit 4 Monaten nix mehr gepostet wurde mache ich hie einfach mal den Anfang für das neue Jahr.

Meine Lieblings - Fantasybücher sind der Zeit und darüber hinaus.

1. Terry Goodkind - Das Schwert der Wahrheit 1-8 (alle anderen Bände würde ich nicht weiterempfehlen da sich der Autor dann wiederholt)
2. Walter Moers - Rumo & Die Wunder im Dunkeln
3. Walter Moers - Die Stadt der träumenden Bücher
4. Darren Shan - Dämonicon
5. H.P. Lovecraft - Die Berge des Wahnsinns (eigentliche alle Geschichten)
6. Terry Pratchett - Alles Sense & Ab die Post & Schöne Scheine
7. A. Lee Martinez - Diner des Grauens. Wir servieren Armageddon mit Pommes Frites!
8. Max Brooks - The Zombie Survival Guide
9. Clive Barker - Die Bücher des Blutes & Hellbound
10. Paul Stewart - Die Klippenland-Chroniken

Das ist ne kleine Liste meiner Lieblingsbücher, allerdings könnte ich die auch locker weiterführen. Man mag sich nur ungern festlegen. ;)

Wenn Ihr fragen zu ein paar einzelnen Autoren habt, dann meldet euch.  :-D
Titel: Re: Bester Fantasy-Roman?
Beitrag von: Lastalda am Februar 20, 2008, 21:25:52 Nachmittag
Und David Eddings ist nicht schlecht aber bestimmt nicht der Beste.
Eddings liefert ganz gute, fürs RP sicher verwertbare Ideen und relativ stimmige Universen, aber irgendwie am Ende leider doch nur Stereotypen.
Ist ja aber nur meine Meinung.

dann solltest du mal The Redemption of Althalus lesen *g*

Hab ich neulich erst - fand ich grausig stereotyp. Liest sich wunderbar schnell und flüssig, aber auf 800 Seiten hätte ich schon erwartet, dass wenigstens einmal was unerwartetes passiert, und nicht permanent alles perfekt läuft. Davon abgesehen, dass die Charaktere die Bezeichnung nicht verdient haben...
Titel: Re: Bester Fantasy-Roman?
Beitrag von: Osric am Februar 20, 2008, 22:19:57 Nachmittag
Also, ich kann unbedingt empfehlen:

- "Das Buch Kane" und "Kane der Verfluchte" von Karl Edward Wagner (da habe ich den Hintergrund von Osric entlehnt)

- die "Belgariad-Saga" und die "Malloreon-Saga" von David Eddings (jeweils 5 Bände)

- die Zwergentrilogie vom Marcus Heitz
Titel: Re: Bester Fantasy-Roman?
Beitrag von: Rosenrot am Februar 22, 2008, 12:50:47 Nachmittag
An mehrbändigen Reihen finde ich sind kaum zu übertreffen:

die Ostenard-Saga von Tad Williams

die Weltenbaum-Reihe "Unter dem Weltenbaum" von Sara Douglas (!!!!Ich hab mitgelacht,geweint und gezittert)

und eine sehr spannende und vor allem vielfältige Reihe auf dem ganz urig alten Schottland aufgebaut, die schon über neun Bände existiert und nie an Kraft verliert: "Der magische Schlüssel" - Kate Forsyth

wer allerdings auch nie aus meinem Regal verbannt werden wird ist Terry Prattchet!
Titel: Re: Bester Fantasy-Roman?
Beitrag von: Kampfbiber am Februar 26, 2008, 12:38:20 Nachmittag
Zur Zeit arbeite ich mich nochmal in den Pratchett-Kanon ein, aber diesmal auf englisch. Und es ist sooo viel besser als auf deutsch, wobei ich die Übersetzung ja schon gut fand.  :-D  Allerdings muss man sagen, dass fortgeschrittene Englischkenntnisse manchmal nicht reichen, man sollte schon seehr sprachsicher sein.

Wenn ich den Kanon durch habe bewerte ich nochmal welches davon das Beste ist.  8-)
Titel: Re: Bester Fantasy-Roman?
Beitrag von: Schwankus am März 03, 2008, 14:53:21 Nachmittag
Kannst von mir die Tod-Trilogie haben, Biber, auf Englisch, wenn du magst.

meine Lieblingsbücher haben schon ein paar Jahre auf dem Buckel, und sind das wie ich finde cyberpunkigste Detektivkrimireihekurzgeschichtenzeuch was der Osten der Republik vor der Wende hervorgebracht hat: "Wer stiehlt schon Unterschenkel" und "Der Samenbankraub" ... nicht was ihr jetzt denkt ! ;)

mfg Marc
Titel: Re: Bester Fantasy-Roman?
Beitrag von: Sir Cey Fayr am März 04, 2008, 11:20:32 Vormittag
Klar empfehlen kann ich:

Das Lied von Eis und Feuer,

eine zurzeit noch unvollendete wahrscheinlich insgesamt 5 bändige Reihe von George R. R. Martin, welche im deutschen Taschenbuch aber auf 10 Bände gesplittet wird. Wer es sich neu kauft und dem englischen mächtig ist sollte das Orginal nehmen, kostet dann nur ein Viertel...

Die ersten 4 Bände der deutschen Ausgabe sind eher low Fantasy, ja fast mittelalterlich gehalten, allerdings steigt der Fantasy-Anteil später an. Die ganze Reihe besteht eigentlich nicht aus einer, sondern sehr vielen Geschichten, welche alle miteinander verflochten sind und so die Motivation aller Handelnden darlegen. Gafallen kann auch, daß keine klare schwarz weiß Trennung vorliegt und sich alle Charaktere im Laufe der Zeit verändern. Eine Tatsache die ich oft im Fantasy bereich vermisse. Allerdings sollte man das ganze einigermaßen zügig lesen, da es enorm viele und oft auch neue Charaktere gibt und man sich sonst irgendwann nicht mehr zurecht findet  :-o
Titel: Re: Bester Fantasy-Roman?
Beitrag von: Kampfbiber am März 05, 2008, 08:48:08 Vormittag
Kannst von mir die Tod-Trilogie haben, Biber, auf Englisch, wenn du magst.

meine Lieblingsbücher haben schon ein paar Jahre auf dem Buckel, und sind das wie ich finde cyberpunkigste Detektivkrimireihekurzgeschichtenzeuch was der Osten der Republik vor der Wende hervorgebracht hat: "Wer stiehlt schon Unterschenkel" und "Der Samenbankraub" ... nicht was ihr jetzt denkt ! ;)

mfg Marc
Hmm, "Mort" und "Reaper Man" hab ich schon. Der Tod-Zyklus ist einfach so gut, dass der gleich ganz nach oben auf meine Leseliste gewandert ist... Was hast Du denn noch auf englisch? Die Corgi-Ausgaben??

Im Notfall bereden wir es in einer Woche oder heut abend, falls Du da erscheinst...
Titel: Re: Bester Fantasy-Roman?
Beitrag von: Tobsucht am März 17, 2008, 09:54:34 Vormittag
Mir sind noch ein paar schöne Bände in die Hand gefallen.

Alan Dean Foster - Bannsänger 1-8
John Brosnan - Verflixt und Zugehext
John Brosnan - Hokuspokus Hexenkuss
Mary Gentle - Die letzte Schlacht der Orks
Wilko Müller Jr. - Stronbart Har
Titel: Re: Bester Fantasy-Roman?
Beitrag von: Violet am Juni 20, 2008, 22:19:51 Nachmittag
Hallo,

Da freue ich mich doch über die Gelegenheit, euch meine Favoriten bzw Empfehlungen zu präsentieren:

Eigentlich eher etwas für jugendliche Leser ist die "Neschan" Trilogie von Ralf Isau - 3x tausend seiten habe ich in der Mittelstufe in unter einer Woche verschlungen und musste mich beim Lesen bremsen um länger etwas von den Büchern zu haben.
Angefangen hat es mit: "Die Träume des Jonathan Jabbok", einst zu Weihnachten - eine Woche später war ich fertig und der nächste Band erschien erst ein halbes Jahr später - oh graus!!!
"Das Geheimnis des siebten Richters" war die Fortsetzung, an welche sich - wieder mit immenser Verspätung - "Das Lied der Befreiung Neschans" anschloss.

Inhalt:
Ein gehbehinderter Junge lebt bei seinem Onkel in England. Dieser Onkel ist wohlhabend, großes Haus, Angestellte, etc, aber das hilft dem Jungen im Rollstuhl leider nicht. In seinen Träumen ist dieser Junge der Held, den jeder kleine Junge sein möchte. Im echten Leben vielleicht 12, in seinen Träumen so ca 16 Jahre alt. Die Träume beginnen Zusammenhang zu entwickeln und spielen alle in einer - wie ich rückblickend finde - WoW/GW ähnlichen Welt mit einem Schuss unendliche Geschichte. Der Junge beginnt Traum und Wirklichkeit zu vermischen und am Ende des Ersten Bandes, hat er die Möglichkeit, für immer in die Traumwelt zu wechseln. Allerdings zu dem Preis, die reale Welt für immer zu verlassen.
Danach muss er natürlich die Welt retten, bekommt Gefährten und Feinde und natürlich gibt es auch eine schöne Prinzessin und ganz gewaltlos kommt das Buch auch nicht aus - aber es fließt lange nicht so viel Blut wie bei "Orktöter" Markus Heitz (auch wenn ich die Zwerge QUADROLOGIE - es gibt inzwischen vier! - sowie seine SR Werke besitze und schätze).
Kurioserweise gibt es ziemlich am Schluss des dritten Bandes eine Szene, in welcher am Himmel unsere Erde zu erkennen ist.
Nichts hat mich jemals wieder so gefesselt wie diese Bücher. Ich kann diese Serie jung und alt empfehlen und bezeichne sie als meinen Einstieg in die Fantasy-Literatur, dewegen die ausführliche Beschreibung - von mir außerdem die Bestnote.



Den Einstieg in den Cyberpunk habe ich weit weniger spektakulär zu beschreiben. Ebenfalls sehr gut und eine Mischung aus MadMax und Shadowrun ist die "Dark Future" Trilogie von Jack Yeovil. Meine letzte Information lautet: Vergriffen, out of print, wie auch immer: nicht mehr zu haben. Ich hatte das Glück, noch alle drei Bände zu bekommen (nach ewiger suche in antiquariaten und im internet). Vielleicht hat sich das jetzt geändert, aber l.m.a.a. sind das spannende Schmöker. Aber man muss auf Cyberpunk und Endzeit stehen, sonst hat das keinen wert.
Hinweis: Solltet Ihr eure Hände an die Wälzer bekommen, dann lest zuerst Band 2: Krokodilsjagd, dann Band 1: Dämonenjagd und dann Band 3:Comeback Tour (hab ich nur auf Englisch ergattert). Das ist zwar nicht chronologisch, aber verständnismäßig die beste Reihenfolge. Empfiehlt meines Wissens sogar der Autor. Angeblich sollten noch zwei Bände kommen ("Route 666" und "United States Cavalry"), aber das hat wohl nie stattgefunden. Wenn ihr was findet sagt Bescheid - von mir auch hier die Bestnote.

Ebenfalls SEHR lesenswert: Sergej Lukjanenkos "Wächter"-Quadrologie. Am Anfang noch etwas ungelenk geschrieben (was mit an der übersetzung aus dem russischen liegen kann) wird die Geschichte von mal zu mal spannender und trieb mir beim ersten lesen gelegentlich sogar die eine oder andere Träne in die Augen (für Eingeweihte: hier speziell der Tod von Alissa Donnikova in "Wächter des Tages").
Ich würde nicht nicht so weit gehen zu sagen das die Bücher prinzipiell zu den Besten des Genres gehören aber mehr verkaufte Bände als Harry Potter (auf dem russischen Markt) sind beachtliche Argumente. Sie sind mal etwas ganz anderes und daher meiner Meinung nach schwer geschmacksabhängig.
Hinweis: Die Filme haben so gut wie nichts mit dem Buch zu tun. Sie orientieren sich zwar grob am Hintergrund der Bücher und das eine oder andere Detail der Handlung ist auch zu erkennen, aber ohne die Bücher gelesen zu haben sind die Filme Zeitverschwendung!
Meiner Meinung nach gibt es für "Die Wächter der Nacht" "Die Wächter des Tages" "Die Wächter des Zwielichts" und "Die Wächter der Ewigkeit" jedoch eine weitere Bestnote!



Nicht das ich mir anmaßen möchte, mich in die Reihe der bisher genannten Meister einzureihen, aber man lebt um zu streben. Daher beachtet bitte auch meinen Blog, er könnte euch interessieren:

http://blog.myspace.com/index.cfm?fuseaction=blog.ListAll&friendID=390814037

greez
violet
Titel: Re: Bester Fantasy-Roman?
Beitrag von: Theo am Juni 21, 2008, 11:39:21 Vormittag
Die Trilogie die du am Anfang beschrieben hast erinnert mich stark an eine Geschichte von -ich glaube- Astrid Lindgren. Leider ist mir der Titel entfallen, aber sie wurde auch verfilmt. Da ist ein Junge kurz vorm sterben und durchelbt mit seinem bruder nochmal so eine Parallelwelt, der irgendwie kurz davor auch gestroben ist... ziemlich traurig...wenn ich nur wieder wüsste wie das heißt...
Titel: Re: Bester Fantasy-Roman?
Beitrag von: Violet am Juni 21, 2008, 12:26:43 Nachmittag
tut mir leid...von Lindren kenn ich nur die Klassiker (Michel, Pippi Langstrumpf, Karlsson, etc.). Allerdings kommt mir die Beschreibung sehr bekannt vor, kann aber meinen Finger nicht drauf legen.
Titel: Re: Bester Fantasy-Roman?
Beitrag von: Tobsucht am Juni 22, 2008, 07:39:18 Vormittag
Und wieder sind mir zwei Schmöker in die Hand gefallen, die mich von Anfang an gefesselt haben. Bei diesen beiden schmeltzen viele Elemente zusammen die mich von jeh her begeisterten. Zum einen die morbide und allesverschlingende Welt von H.P.Lovecraft und die des Arthur Conan Doyle. Ja der eine oder andere wird dies schon kennen. Aber mit den der Anthologie "Schatten über Baker Street" haben die beiden Herausgeber Michael Reaves & John Pelan einen vorzüglichen Reigen an Autoren um sich gescharrt. Einer der Bekanntesten dürfte Neil Gaiman (Stardust, Mirrormask, American Gods,...) sein. Selbiger startet die illustre Runde mit "Einer Studie in Smaragdgrün" die ich jedem ans Herz legen kann. Ich denke das sich für jeden etwas finden lässt und zum anderen behaupte ich das das Buch voller frischer Ideen steckt die vielleicht für Cthulhu-Spielleiter anregend wirken können.

Hier findet ihr (völlig legal!) einen link, wo man sich Neil Gaiman´s "a study in emerald" vom Autor gelesen herunterladen darf. Ich hoffe der Eine oder Andere unter euch ist dem Englischen mächtig.
http://www.harpercollinsebooks.com/8A314FE5-9620-456D-8B43-B203DD6D5E80/10/125/en/Gaiman-download.htm (http://www.harpercollinsebooks.com/8A314FE5-9620-456D-8B43-B203DD6D5E80/10/125/en/Gaiman-download.htm)

Das zweite Buch ist von Mark Frost und trägt den schönen, aber leicht zuverwechselnden Titel "Sieben". Albträume, Kulte, Tod und das Zusammentreffen der unterschiedlichsten Personen wird man in diesem phantastischen Buch finden. Aber mehr verrate ich nicht, außer das es sich lohnt mal wieder eine Nacht durch zulesen.

bis demnächst, der tobsucht
Titel: Re: Bester Fantasy-Roman?
Beitrag von: Lastalda am Juli 01, 2008, 17:12:02 Nachmittag
@Theo & Violet:
Könnte das "Mio mein Mio" sein? Ich hab's selbst nicht gelesen, aber nach dem, was ich davon gehört habe, passt die Beschreibung.


Klar empfehlen kann ich:

Das Lied von Eis und Feuer,

eine zurzeit noch unvollendete wahrscheinlich insgesamt 5 bändige Reihe von George R. R. Martin, welche im deutschen Taschenbuch aber auf 10 Bände gesplittet wird. Wer es sich neu kauft und dem englischen mächtig ist sollte das Orginal nehmen, kostet dann nur ein Viertel...

Die ersten 4 Bände der deutschen Ausgabe sind eher low Fantasy, ja fast mittelalterlich gehalten, allerdings steigt der Fantasy-Anteil später an. Die ganze Reihe besteht eigentlich nicht aus einer, sondern sehr vielen Geschichten, welche alle miteinander verflochten sind und so die Motivation aller Handelnden darlegen. Gafallen kann auch, daß keine klare schwarz weiß Trennung vorliegt und sich alle Charaktere im Laufe der Zeit verändern. Eine Tatsache die ich oft im Fantasy bereich vermisse. Allerdings sollte man das ganze einigermaßen zügig lesen, da es enorm viele und oft auch neue Charaktere gibt und man sich sonst irgendwann nicht mehr zurecht findet  :-o


Da bin ich grad dabei. :-) Gehört zum Großartigsten, was ich in Sachen Fantasy bis jetzt gelesen habe. Man braucht zwar ein bisschen, eh man durch die vielen Charaktere durch seiht, aber es lohnt sich - eben weil da kein schwarz-weiß-zeichnen dabei ist. Menschliche, dreidimensionale Charaktere, die alle ihre eigenen Beweggründe haben, sind was Geniales! Außerdem gefällt mir, dass Handlungen Konsequenzen haben - dass Mut und Ehre zwar sicher edel, aber an einem intrigendurchwebten Hof eben ziemlich unpraktisch sind; dass man niemanden wirklich verurteilen kann; dass keiner der Charaktere einen wirklich klaren Blick auf die Ereignisse und die anderen Charaktere hat; und dass Kriege wirtschaftliche Konsequenzen haben. Und dass das Ganze ohne Elfenzwergeorks auskommt, ist ein sehr angenehmer Bonus. :-)

Allerdings ist der Zyklus meines Wissens nach auf 7 Bände ausgelegt, nicht auf 5, wovon 4 bisher erschienen sind. Bis zur Vollendung kann es also leider noch ein Weilchen dauern...
Das Original empfiehlt sich übrigens nicht nur aus Preisgründen, wie man schnell feststellt, wenn man mal in die deutsche Übersetzung reinblättert. Die Übersetzer hatten wohl öfter mal kein Wörterbuch zur Hand ("Handschuhe aus Moleskin", na ich weiß ja nicht... noch nie von Maulwurfsfell gehört?) bzw. waren v.a bei der Übersetzung von Ortsnamen sehr inkonsequent (was haben "The Iron Isles" auf einer Landkarte mit vorwiegend deutschsprachigen Ortsnamen verloren?), und sowas kann doch sehr nerven.

Aber auf englisch definitiv ein Hochgenuss und sehr empfehlenswert!
Titel: Re: Bester Fantasy-Roman?
Beitrag von: Lord_Helmchen am April 24, 2009, 12:26:44 Nachmittag
Wenn es um Roman geht, dann eindeutig der Hexer-Zyklus von Andrzej Sapkowski (kennt den hier sonst noch jemand?). Ich mag an ihm u.a., den Sprachstil und daß er Humor mit einbringt, was in dem Genre eher eine Seltenheit ist.

Aber "der" Fantasyauthor überhaupt bleibt für mich nach wie vor Robert. E. Howard - Conan, Kull, Solomon Kane, Bran Mak Morn -  falls die Namen jemandem ein Begriff sind. Nur das er nur Kurzgeschichten und keine Romane geschrieben hat. Die letzteren beiden werden übrigens gerade verfilmt.
Titel: Re: Bester Fantasy-Roman?
Beitrag von: wondalfo am April 24, 2009, 15:08:55 Nachmittag
Wenn es um Roman geht, dann eindeutig der Hexer-Zyklus von Andrzej Sapkowski (kennt den hier sonst noch jemand?). Ich mag an ihm u.a., den Sprachstil und daß er Humor mit einbringt, was in dem Genre eher eine Seltenheit ist.

Ja "Der letzte Wunsch" und "Das Schwert der Vorsehung" stehen bei mir als TB-Ausgabe in einem Band im Regal. Habe sie vor Jahren gelesen und fand sie gut. Es gibt ja noch viel mehr Bücher von ihm auf polnisch, doch hat es davon bisher kein anderes nach Deutschland geschafft.
Titel: Re: Bester Fantasy-Roman?
Beitrag von: Razhiel am April 24, 2009, 18:01:02 Nachmittag
Das muss ich korrigieren:

Als Auftakt einer Pentalogie habe ich mir zu Weihnachten "Das Erbe der Elfen" schenken lassen. Dies knüpft wohl an "Das Schwert der Vorsehung" an.
Wolfgang, wenn du magst: Ich werde es in naher Zukunft nicht lesen.

Bisher bin ich über "Der letzte Wunsch" aber noch nicht raus gekommen.
Titel: Re: Bester Fantasy-Roman?
Beitrag von: termi am Juni 18, 2013, 08:06:24 Vormittag
Wenn es um Roman geht, dann eindeutig der Hexer-Zyklus von Andrzej Sapkowski (kennt den hier sonst noch jemand?). Ich mag an ihm u.a., den Sprachstil und daß er Humor mit einbringt, was in dem Genre eher eine Seltenheit ist.

Aber "der" Fantasyauthor überhaupt bleibt für mich nach wie vor Robert. E. Howard - Conan, Kull, Solomon Kane, Bran Mak Morn -  falls die Namen jemandem ein Begriff sind. Nur das er nur Kurzgeschichten und keine Romane geschrieben hat. Die letzteren beiden werden übrigens gerade verfilmt.

Das klingt absolut nach meinem Geschmack. Ich finde die meisten Fantasyautoren nehmen sich zu ernst, dabei schätze ich Humor so sehr!
Titel: Re:Bester Fantasy-Roman?
Beitrag von: Captain Future am Juli 17, 2013, 20:16:21 Nachmittag
Ich habe als Jugendlicher u.a. die Darkover-Romane von Marion Zimmer Bradley und die "Drachenreiter von Pern" (Anne McCaffrey) toll gefunden.
In jüngerer Zeit habe ich sowohl "Dune" (Frank Herbert) als auch "The Last Unicorn" (Peter S. Beagle) im englischsprachigen Original gelesen und fand beide
unglaublich gut - gehören wahrscheinlich zum besten, was ich überhaupt jemals gelesen habe, über alle Genregrenzen hinweg.
Ach ja, und natürlich: "1984" von George Orwell.
Captain Future
Titel: Re:Bester Fantasy-Roman?
Beitrag von: Captain am Juli 18, 2013, 07:24:27 Vormittag
Hehe, und gerade der letzte zeigt gerade, daß er absolut nichts an Aktualität eingebüßt hat. Und das nach 65 Jahren.
Titel: Re: Bester Fantasy-Roman?
Beitrag von: Cornelius am August 03, 2013, 17:47:12 Nachmittag
Das grenzt schon an Nekromantie, aber da ich es gerade sehe...
Wenn es um Roman geht, dann eindeutig der Hexer-Zyklus von Andrzej Sapkowski (kennt den hier sonst noch jemand?). Ich mag an ihm u.a., den Sprachstil und daß er Humor mit einbringt, was in dem Genre eher eine Seltenheit ist.
Da scheint es um den Durchschnitt der Fantasyliteratur ja arg schlecht zu stehen. Ich habe die ganze Hexer-Reihe durch und hatte mehrmals das Gefühl, unausgegohrene Internet-Fanfiction mit extra viel Gewalt und Brüsten vor mir zu haben, die Elemente von überallher zusammenwirft, ohne dass es jemals irgendwie organisch wirkt (im Gegensatz bleistiftsweise zu Perdido Street Station, das auch sehr konfus beginnt). Von den Beschreibungen der Fechtszenen ist mir teilweise schlecht geworden, am besten wirkt der Wirtschaftswissenschaftler Sapkowski tatsächlich, wenn er politische und wirtschaftliche Zusammenhänge beschreibt. Kurzum: Man kann es aushalten, sonst hätte ich mir den halben Regalmeter auch nicht angetan, aber das Spiel fand ich als Spiel besser als die Romane als Literatur.