aus "Der Fliegende Bote", 2. Ausgabe, Seite 1, Oktober 1315, D i e G r o ß e B r e t a n - S o n d e r - A u s g a b e
Fürstliche Pöbeleien
~ Bretaner kommen zusammen ~
Es ist seit jeher Tradition und jedes Oberhaupt von Bretan hat sie geachtet und fortgeführt, wie auch Fürst Falkon Amandil der Erste von Bretan. Viele hundert Jahre findet immer gegen Ende des Sommers oder am Anfang des Herbstes ein Fest statt. Ein Fest zum Gedenken an jene tapferen Männer und Frauen und Kinder, welche zum Schutz des Landes von Bretan unerschrocken kämpften, furchtlos bluteten und heldenhaft starben. In seiner mehr als fünfhundertjährigen Geschichte können die Jahre, an denen es nicht stattfand an einer Hand abgezählt werden. Aus diesem besonderen Anlass lädt jedes Oberhaupt von Bretan Getreue aus dem Volke ein, um zu feiern und zu gedenken. Fürst, Baron, Kämmerer, Herold, Knappe, Soldat, Magd und Köchin haben an der Tafel zusammengefunden. Stände und Würden spielen bei dieser Tradition keine Rolle, denn sie sind alle eins: wahre Kinder Bretans. Doch was unterscheidet die Bewohner des Fürstentums? Mache sagen sie sind rau und grob und schlicht. Doch was ist falsch daran? Schon immer sind sie das Rückgrat vom Reich Akkadien gewesen und das werden sie auf immer sein. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht das Land vor seinen Feinden und vor sich selbst zu schützen. Nur wer stark ist kann ein Land regieren und somit zum Heil aller beitragen. Wer das Land einmal bereist hat sollte hoch im Norden anfangen. Die hohen schneebedeckten Berge sind ein Bollwerk, doch haben die Bretaner gelernt mit Kälte und Dunkelheit auszukommen. Sie müssen rau sein, rau wie der harte Fels der Gebirge. Sie müssen grob sein, grob wie der Feind der im Norden lauert. Und sie müssen schlicht sein, schlicht wie der graue Nebel im Tal. In der Mitte des Landes gibt es weite Ebenen mit Wiesen und Weiden. Dort ist der Geist frei, frei wie der Falke in den hohen Lüften oder der wilde Hengst auf den Feldern. Doch sind die Bretaner auch ein Volk voller Kühnheit und Starkmuth, sie ebenso Treu und voller Herzlichkeit, auch sind sie Gastfreundlich und schätzen Freundschaft und Ehrlichkeit. Sie treten ein für Gerechtigkeit und Freiheit. Enden sollte die Reise an den Ufern des Meeres. Die tobenden Wogen des Meeres schlagen Gischt wie Schnee. Das ständige Branden der Wellen an die Kippen erinnert an die Macht von Bretan. Sie rollt an die Küste zu, erst flach und leise, sie bäumt sich auf mit zunehmendem Getöse, dann stürzt die brechende Welle mit einer Übermacht über das Land daher und schwemmt es davon. Das ist Bretan. Ein starker Verbündeter in Zeiten des Krieges und sich stets seiner Traditionen erinnert.